Corona-Neuinfektionen vor Ampelsitzung auf Rekordhoch

Mit einem Rekordwert von 1.209 bestätigten SARS-CoV-2-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden am Donnerstag und einem Anstieg der aktiv Infizierten innerhalb von einer Woche um knapp ein Fünftel auf 9.930 Personen reiht sich Österreich im gesamteuropäischen Trend starker Zunahmen im Mittelfeld ein. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) forderte vor der abendlichen Tagung der Ampel-Kommission konsequente Reaktionen auf das regionale Ausbreitungsgeschehen.

Notwendig sei die Konsequenz bei den „nun ermöglichten Regionalmaßnahmen in Bezirken mit erhöhtem Risiko - punktgenau abgestimmt auf das regionale Ausbreitungsgeschehen“, so der Ressortleiter. Zudem kündigte Anschober die „Contact Tracing-Task Force“ an, zu deren Bildung die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) beauftragt wurde. Bisher 60 ausgebildete Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sollen Bundesländer bei Bedarf unterstützen. Voraussichtlich dieses Wochenende soll bereits der Support der Wiener Gesundheitsbehörden starten, bei der Rekrutierung wurde auf Mehrsprachigkeit geachtet.

Keine Aussage gab es vonseiten Anschobers oder der AGES zu einem Bericht der Zeitung „Österreich“, wonach St. Pölten, Hermagor (Kärnten), Hallein (Salzburg) und Landeck (Tirol) vor einer roten Bewertung durch die Ampelkommission stehen würden. Über tatsächliche Schaltungen wird der Minister am Freitag gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Corona-Kommission Ulrich Herzog bei einer Pressekonferenz berichten.

Angesichts des am Donnerstag vermeldeten Rekordzuwachses von 1.209 Neuinfektionen „bei einer besonders hohen Zahl von 21.762 eingemeldeten Testungen in den vergangenen 24 Stunden“ in Österreich verwies Anschober auf den allgemeinen Trend in Europa, der nicht nur eine weitere starke Zunahme in Staaten brachte, die bereits in den vergangenen Wochen im EU-Vergleich ganze vorne lagen - Spanien (10.500 in 24 Stunden), Frankreich (17.000), Großbritannien (14.000) oder das Nachbarland Tschechien (5.300). Auch in Deutschland, der Schweiz und in Italien spitze sich die Lage wieder zu.


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