Entführter italienischer Missionar in Mali befreit

Der 2018 in Niger entführte italienische Priester Pier Luigi Maccalli ist im westafrikanischen Mali befreit worden. Mit ihm kam der italienische Tourist Nicola Chiacchio frei. Mit den beiden Italienern wurden auch eine französische Entwicklungshelferin, die vor rund vier Jahren im westafrikanischen Mali entführt worden war, und der prominente malische Oppositionsführer Soumaila Cisse befreit. Maccalli und Chiacchio seien wohlauf, bestätigte Außenminister Luigi Di Maio.

Di Maio dankte den italienischen Geheimdiensten, die für die Befreiung der beiden gekidnappten Italiener gearbeitet haben. Der lombardische Priester Maccalli, der elf Jahre lang im Südwesten des afrikanischen Staates Niger als Missionar gedient hatte, wurde im September 2018 von einer bewaffneten Gruppe aus seiner Gemeinde in Bamoanga in Niger entführt. Acht bewaffnete Motorradfahrer betraten die Ortskirche. Sie griffen den Priester an und entführten ihn, dann gingen sie mit ihm zurück an die Grenze zu Burkina Faso. Vermutet wird, dass Maccalli von Jihadisten gekidnappt wurde.

Im vergangenen April hatte die katholische Tageszeitung „L ́Avvenire“ ein Video veröffentlicht, in dem der Missionar zusammen mit Chiacchio zu sehen war. Chiacchio soll als Fahrradtourist unterwegs gewesen sein, als er 2019 verschleppt wurde.

Frankreich bekämpft im riesigen Sahel-Gebiet mit rund 5.100 Soldaten seiner „Barkhane“-Mission gegen Terrorgruppen. Einige dieser Gruppen haben dem Islamischen Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen.

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