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Kärntner LH Kaiser: „Wir haben gemeinsam aus der Geschichte gelernt“

Der Streit um zweisprachige Ortstafeln symbolisierte jahrzehntelang den Volksgruppenkonflikt in Kärnten. Für LH Kaiser ist er heute fast überwunden.

Nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen spricht Kaiser jetzt von einem „Versöhnungsprozess auf unerschütterlichen Fundamenten“.
© APA

Klagenfurt – Die Kärntner Volksabstimmung am 10. Oktober 1920, also heute vor 100 Jahren, wurde über Jahrzehnte einseitig inszeniert: als politische Mobilisierung für ein „Kärnten frei und ungeteilt“. In den Mittelpunkt wurde der Abwehrkampf nach Ende des Ersten Weltkriegs gegen die Gebietsansprüche und die Besetzung des damaligen SHS-Staates (Slowenen, Kroaten und Serben) in Südkärnten gestellt. Dass sich 40 Prozent der Kärntner Slowenen im damals mehrheitlich slowenischsprachigen Abstimmungsgebiet ebenfalls für einen Verbleib bei Österreich ausgesprochen haben, verkam zur Randnotiz. Wohl auch deshalb, weil die Welt, und damit das „Dorf an der Grenze“, nach der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts in den Weltbrand des Zweiten Weltkriegs schlitterte.

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