Kufsteiner Forst steht wieder unter dem Fittich der Stadt

Der städtische Wald im Kaisertal soll eines Tages nicht mehr wirtschaftlich genutzt werden.
© Caroline Hechenberger

Kufstein – Über die Vorgangsweise war man sich einig, trotzdem gab es eine kontroverse Debatte im Gemeinderat über den städtischen Waldbesitz von 2500 Hektar im Kufsteiner Kaisertal. Wie berichtet, hatte es bereits zuvor einen Schlagabtausch um die Bewirtschaftung eines Teils des Forstes durch die Stadtwerke und ein Gutachten zur Außer-Nutzung-Stellung dieser Fläche gegeben. Letzteres hatte Bürgermeister Martin Krumschnabel (Parteifreie) in Auftrag gegeben. Ohne den Gemeinderat zu informieren, was ihm scharfe Kritik von ÖVP-GR Richard Salzburger einbrachte.

Der erinnerte daran, dass BM Krumschnabel noch vor Kurzem den Verkauf einer Waldfläche von 500 Hektar an die Stadtwerke für eine Jagd gutgeheißen habe. Die Erklärung dafür lieferte der Stadtchef. Im Gutachten sei von einer Übergangszeit von mindestens 25 Jahren die Rede. Daher wäre es wirtschaftlich für die Stadt sinnvoll gewesen, den Wald zu verkaufen und damit das Budget zu stärken. Letztlich ist das Geschäft aber am politischen Widerstand gescheitert. GR Simon Hermann Huber (ÖVP) bezeichnete die Rückführung als „wirtschaftlichen Blödsinn“ und plädierte dafür, „dass sich jede Mandatarin und jeder Mandatar noch einmal genauer mit dem Wald im Kaisertal auseinandersetzt“.

Über diesen Antrag auf Absetzung des Tagesordnungspunktes wurde nicht mehr abgestimmt. Die Mehrheit genehmigte die Kündigung des Pachtvertrags mit Ende März 2021. Das Personal wird übernommen.

Zudem sei die Bewirtschaftung des Waldes auf das „gesetzliche Maß zurückzuschrauben, ehe versucht wird, eine gänzliche Außer-Nutzung-Stellung zu erreichen“, wie im Beschlusstext nachzulesen ist. (wo)


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