Umweltanwalt blitzt mit Beschwerde gegen Deponie in Auracher Viertel ab

Die geplante Bodenaushubdeponie im Auracher Villenviertel Kochau kann wie geplant errichtet werden.

Die Bodenaushubdeponie in der Auracher Kochau soll direkt auf dem Grundstück gegenüber entstehen.
© Angerer Harald

Von Harald Angerer

Aurach – Es gibt wohl keinen Ortsteil in ganz Österreich, wo sich Millionenvilla an Millionenvilla drängt, wie Kochau in Aurach. Die Siedlung im Kitzbüheler Nachbarort ist bei Reich und Schön beliebt wie keine andere. Nun soll ein weiteres millionenschweres Projekt dazukommen. Eine Gruppe rund um Christian Harisch hat ein Grundstück in dem Ortsteil gekauft, das bestehende Haus abgerissen und nun werden drei neue Gebäude errichtet.

Dabei entsteht auch eine beachtliche Menge an Aushub, welcher deponiert werden muss. Auf Drängen der Gemeinde sollte dies möglichst in der Nähe erfolgen. „Wir wollten damit Lkw-Verkehr durch den Ort vermeiden“, sagt Aurachs Bürgermeister Andreas Koidl. Deshalb sollte direkt auf dem Nachbargrundstück eine Bodenaushubdeponie entstehen. Dieses Vorhaben wurde aber vom Landesumweltanwalt (LUA) beeinsprucht, die TT berichtete.

„Kein einziger Haushalt wird belastet"

Die Landesumweltanwaltschaft brachte ein, dass es sich bei dem für die Deponie gedachten Gebiet um ein Moor handle und auch kein öffentliches Interesse bestehe. „Wir haben Recht bekommen“, freut sich nun Christian Harisch. Der Landesverwaltungsgerichtshof hat der Beschwerde der LUA nicht stattgegeben und damit ist eine dauerhafte Deponierung des Bodenaushubs auf dem Nachbargrundstück in der Kochau möglich. „Natürlich freuen wir uns sehr über diese Entscheidung“, sagt Harisch. Er war sich aber schon vor der Entscheidung sicher, schließlich habe man zwei positive Gutachten für das Vorhaben vorliegen.

Um mit den Bauarbeiten nicht in Verzug zu kommen, habe man ein zusätzliches Grundstück angemietet, welches als Übergangsdeponie genutzt wurde. Der Aushub soll nun auf der eigentlichen Deponie mit einer Fläche von 17.500 m2 dauerhaft untergebracht werden. Bürgermeister Andreas Koidl spricht von einer vernünftigen Lösung. „Bei der Verhandlung sind beide Seiten aufeinander zugegangen. Die Bauwerber haben auch Zusagen gemacht“, schildert Koidl. Für ihn war von Anfang an klar, dass sehr wohl ein öffentliches Interesse bestehe. „Durch diese Deponie wird kein einziger Haushalt belastet. Wer weiß, wo der Bodenaushub sonst überall hingebracht werden hätte müssen“, sagt der Bürgermeister.


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