Axamer Lizum: Paket für die Region ist im Gespräch

Land Tirol und Wirtschaftsvertreter sind optimistisch, dass das Skigebiet Axamer Lizum in der Wintersaison wie geplant öffnet. Am Montag wird weiterverhandelt.

Noch ist nicht entschieden, ob die Lifte heuer in der Lizum fahren.
© thomas boehm

Innsbruck – Gestern Nachmittag haben die Bürgermeister, Vertreter der Axamer Lizum, des Landes und der Wirtschaftskammer die Problemfelder rund um das Skigebiet ausgelotet. Zum einen ist das Gesprächsklima zwischen den Bürgermeistern von Axams und Götzens, Christian Abenthung und Josef Singer, mit der Bergbahn, die mehrheitlich dem Haller Bauimperium Fröschl bzw. den Familienmitgliedern gehört, nicht das beste. Wirtschaftlich führt die Axamer Lizum drohende Verluste von bis zu 2,5 Millionen Euro ins Treffen, sollten heuer die Touristen aus dem Ausland ausbleiben. Die deutsche Reisewarnung wird als größter Bremsklotz bezeichnet.

Beim Treffen am Freitag wurde um eine Lösung gerungen, Montag wird weiterverhandelt. Dabei soll es auch um ein Regionalpaket für die Mittelgebirgsregion oberhalb von Innsbruck gehen, auch der Zusammenschluss mit der Mutterer Alm ist Thema. Wirtschaftskammerpräsident Christoph Walser und Seilbahnsprecher NR Franz Hörl (VP) sind optimistisch, dass trotz des Ansuchens auf zeitweise Befreiung von der Betriebspflicht in der Lizum der Skibetrieb aufrechterhalten bleibt.

📽️ Video | Krisensitzungen zum Skigebiet Axamer Lizum

Behörde muss möglichst rasch handeln

Ihr sei wichtig gewesen, dass die Bürgermeister und die Vertreter der Axamer Lizum an einem Tisch zusammenkommen und wieder in Gespräche eintreten, betont Wirtschafts-LR Patrizia Zoller-Frischauf (VP). Es gehe hier nicht nur um die Axamer Lizum, sondern vor allem um die einheimische Bevölkerung, die Gäste aus dem In- und Ausland, die Betriebe in der Region und letztendlich auch um die Signale, die Tirol in Bezug auf die bevorstehende Wintersaison sendet. „Es gibt schließlich auch einen Grund dafür, dass betriebspflichtige Zeiten für Seilbahnen existieren.“

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Positiv stimmt die Landesrätin, dass alle eingewilligt haben, wieder in Gespräche einzutreten. „Da ein Antrag vorliegt, muss die Behörde möglichst rasch eine Entscheidung treffen.“ Nochmals appellierte sie an alle Beteiligten, dass man parallel dazu gemeinsam an einer tragfähigen Lösung für die Zukunft der gesamten Region arbeite. (pn)


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