Gemeindebündnis für Radfahrer in Tirol und Bayern

Ein Leader-Projekt fördert den grenzenlosen Radwegeausbau in Tirol und Bayern.

An der Innbrücke zwischen Oberaudorf und Niederndorf soll es Verbesserungen für Radfahrer geben.
© : Werner Schroller, Kaiser-Reich

Niederndorf – Um gemeinsam die Infrastruktur für Radfahrende zu verbessern, ziehen Niederndorf, Walchsee und Kössen sowie die drei bayerischen Gemeinden Kiefersfelden, Oberaudorf und Flintsbach an einem Strang. 2018 entstand die Idee einer grenzüberschreitenden technischen Machbarkeitsstudie zur Verbesserung der Radwege im Inntal. Im transnationalen Leader-Projekt „Grenzenlos Radfahren“ wurden durch ein Planungsbüro die Verbindungen der einzelnen Ortszentren für den Alltagsradverkehr analysiert und konkrete Radwegausbauten vorgeschlagen.

Neben den Vertretern der sechs Gemeinden zählen auch die Tourismusverbände in Kiefersfelden, Oberaudorf, Flintsbach und das Kufsteinerland sowie die beiden Leaderregionen Kuusk (Kufstein und Umgebung – Untere Schranne – Kaiserwinkl) und Mangfalltal-Inntal zu den Projektpartnern. „Gemeinsames Ziel ist, mehr Personen auf das Rad zu bringen und die bestehenden, oft zu schmalen Radwege sicherer zu machen“, erklärt man seitens der Projektpartner.

Das Ziel, sobald es wieder möglich ist, grenzenlos und ohne Covid-Auflagen zu reisen: Die Förderung des Tourismus und die Etablierung der Region als Radfahrdestination. Dabei zielen die Planer auch darauf ab, den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad bei der einheimischen Bevölkerung zu initiieren.

Die Region zwischen Inntal und Kaiserwinkl ist schon jetzt beiderseits des Inns eng verzahnt und mit dem Projekt „Grenzenlos Radfahren“ soll ein positiver Beitrag zum Abbau von Barrieren und für den Klimaschutz geleistet werden, wie man in den Gemeindestuben und bei den Touristikern hofft. Das Endergebnis dieser Pläne und Arbeiten liegt nun vor und sieht den Neu- bzw. Ausbau von insgesamt 21,6 km Radwegen vor. Viele der geplanten und geprüften Abschnitte sind dabei entlang von bestehenden Landesstraßen vorgesehen, um schnellstmögliche Fahrten zwischen den Dörfern zu ermöglichen. Es wurden aber auch zahlreiche Varianten geprüft, um ebenso in den beengten Ortsdurchfahrten Verbesserungen erzielen zu können. Besonders hervorzuheben sind dabei geplante Verbesserungen an der Innbrücke zwischen Oberaudorf und Niederndorf, um den vielen Pendlern ein Angebot zur Verfügung stellen zu können.

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Gemeinsam mit den zuständigen Behörden wollen die beteiligten Gemeinden nun an den nächsten Schritten arbeiten und mit der Studie von neuen Förderprogrammen zum Infrastrukturausbau in beiden Ländern profitieren, wie es in einer Presseaussendung heißt. Die Projektkosten der Studie von rund 47.000 Euro wurden großteils über nationale und EU-Mittel gefördert. (TT)


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