Djokovic folgt Nadal ins French-Open-Finale

Die Tennis-French-Open haben aus internationaler Sicht ihr Traumfinale. Nach dem Ausscheiden des Niederösterreichers Dominic Thiem im Viertelfinale unterlag dessen Bezwinger Diego Schwartzman (ARG) am Freitag dem Spanier Rafael Nadal (Nummer 2) 3:6,3:6,6:7(0). Der Rekordsieger von Roland Garros bekommt es im Endspiel am Sonntag (15.00 Uhr) mit Novak Djokovic zu tun. Der topgesetzte Serbe gewann im Halbfinale gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas (5) 6:3,6:2,5:7,4:6,6:1.

„Ein weiteres Mal hier im Finale zu sein, ist unglaublich. Das ist ein sehr schöner Moment“, sagte Nadal in seiner kurzen Ansprache auf Französisch auf dem wegen der Corona-Auflagen nur spärlich gefüllten Court Philippe Chatrier. Mit dem Sieg in 3:09 Stunden gegen den nur 1,70 Meter großen Viertelfinal-Bezwinger von Dominic Thiem zementierte der Linkshänder aus Mallorca seinen Sonderstatus auf roter Asche am Bois de Boulogne ein. In seinem 101. French-Open-Match feierte er den 99. Sieg.

Mit seinem 20. Grand-Slam-Triumph am Sonntag ab 15.00 Uhr würde Nadal mit dem Schweizer Roger Federer gleichziehen, der hat seine Saison bereits beendet. „Ich wusste, dass es schwer werden würde heute“, sagte Nadal, „aber ich bin froh, dass ich es geschafft habe.“

Schwartzman wirkte nach seinem Fünf-Satz-Match über mehr als fünf Stunden gegen Thiem anfangs etwas müde. 14 Minuten dauerte das erste Spiel des ersten Satzes, ehe Nadal seinen Aufschlag durchbrachte. Ihm gelang das Break zum 2:0, es folgten jedoch Aufschlagverluste von beiden, ehe Nadal Durchgang eins nach 67 Minuten mit einem 6:3 abschloss.

TT-ePaper testen und eine von 150 Jahres-Vignetten gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Dass Nadal zuletzt beim Masters in Rom die bisher einzige Niederlage gegen Schwartzman hinnehmen musste, schien diesen nicht zu beeinträchtigen. Der Iberer kontrollierte die Ballwechsel, leistete sich nur wenige Schwächephasen und unterstrich eindrucksvoll, weshalb er der beste Sandplatzspieler der Welt ist. Als Schwartzman im dritten Satz ein Break gelang, konterte Nadal umgehend mit einem Re-Break.

Doch der 28-jährige Schwartzman, in der nächsten Weltrangliste auf Rang acht und damit erstmals in den Top Ten, wehrte sich noch einmal und hielt bis zum 6:6 dagegen. Im Tiebreak aber trumpfte Nadal groß auf und gestattete seinem Gegenüber keinen einzigen Punktgewinn.


Kommentieren


Schlagworte