Erschöpfte Alpinisten aus Schnee in Salzburg geborgen

Zwei deutsche Alpinisten sind am Freitagabend im Steinernen Meer im Pinzgau in Bergnot geraten. Die Männer im Alter von 40 und 47 Jahren verloren im Bereich der Steinigen Grube (2.373 Meter) die Orientierung und konnten aufgrund der einsetzenden Dunkelheit nicht mehr weiter. Zwei Polizeihubschrauberteams bargen die erschöpften Bergsteiger und flogen sie unverletzt ins Tal, berichtete die Bergrettung Salzburg.

Die Männer stiegen am Freitag von der Saletalm am Königsee über den Röthsteig zur Wasseralm auf und wollten das Steinerne Meer überqueren und im Kärlingerhaus am Funtensee übernachten. Kurz nach 19.30 Uhr setzten die Alpinisten einen Notruf ab. Die Bergrettung Saalfelden bereitete daraufhin eine Rettung zu Fuß vor. Über die Landesleitstelle wurde auch die Flugeinsatzstelle der Polizei Salzburg verständigt. Aufgrund des noch guten Wetters konnten zwei Hubschrauber bei Dunkelheit in das Gebiet fliegen und die beiden unverletzten Alpinisten bergen. Dazu der Saalfeldener Einsatzleiter und Pinzgauer Bezirksleiter der Bergrettung, Bernd Tritscher: „Für eine Bergung zu Fuß hätten wir allein für den Aufstieg fünf bis sechs Stunden gebraucht.“ So konnte der Einsatz kurz vor 23.00 Uhr beendet werden.

Daher sei gerade jetzt im Herbst, wo die Tage kürzer werden, eine gute Tourenplanung sehr wichtig. Dabei sollte man auch auf den genauen Wetterbericht und auf die Länge der Tour achten. Auf einigen höheren Bergen liege bereits viel Schnee und auch für die kommenden Tage sei noch Neuschnee vorausgesagt. Wie in diesem Fall wäre ein Umkehren jederzeit möglich, oft sei der Ehrgeiz mancher Bergsteiger offensichtlich zu groß. Viele Bergsportler hätten auch keine passende Schuhe für den bereits liegenden Schnee. Einige Hütten in höheren Lagen seien bereits geschlossen, andere nur am Wochenende geöffnet.

Einen weiteren Einsatz für die Bergrettung in Salzburg gab es Freitagabend am Untersberg. Ein 84-jähriger Mann erlitt am Weg vom Untersberg über den Reithsteig talwärts eine Kreislaufschwäche. Er wurde von vorbeikommenden Berggeherinnen erstversorgt und von der verständigten Bergrettung Grödig ins Tal gebracht. Die Rettung brachte den Mann anschließend ins Spital.


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