Markstein eingeweiht: In der Mitte Tirols auf den Weg in die Zukunft

Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann (Mitte) bei der Einweihung des Denkmals.
© Land Tirol/Nagler

Klausen – Am 10. Oktober vor 100 Jahren hat Italien endgültig die Grenzziehung vollzogen und Südtirol von Tirol abgetrennt. In unmittelbarer Nähe des Schutzhauses „Latzfonser Kreuz“ in Klausen wurde deshalb gestern ein von der Innsbrucker Glockengießerei Grassmayr errichteter ­Markstein eingeweiht, der genau in der Mitte des historischen Tirols liegt. Er weist zum Stilf­serjoch, ebenso nach Kufstein und Scharnitz oder weiter südlich Richtung Borghetto.

Für den Tiroler Schützenbund ist der Markstein in der Mitte „unserer Heimat auch ein Wegweiser für die Zukunft“, wie Landesschützenkommandant Thomas Saurer betont. „Denn dieser Wegweiser schafft Verbundenheit und stärkt unsere gemeinsame Heimat Tirol. Heute und in Zukunft.“

Die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino hat für das neue Denkmal die Schirmherrschaft übernommen, wie die Präsidentin des Tiroler Landtags, Sonja Ledl-Rossmann, und ihre Kollegen aus Südtirol, Josef Noggler, und dem Trentino, Walter Kaswalder, am Samstag erklärten. „Ein grausamer Krieg, Machtpolitik und ein Frieden, der keiner war, haben zur Zerreißung des Landes geführt. Doch nun ist Tirol wieder eins“, sagte Ledl-Rossmann in ihrer Festansprache. Natürlich, wie sie hinzufügte, auf eine andere Art und Weise, als es noch vor 100 Jahren der Fall war. „Aber dennoch vereint – in der Europaregion Tirol, Südtirol und Trentino.“

Die Euregio hat seit Freitag ebenfalls einen neuen Mittelpunkt. Die Landeshauptleute Günther Platter (Tirol), Arno Kompatscher (Südtirol) und Maurizio Fugatti (Trentino) eröffneten in Bozen den neuen Euregio-Sitz.

TT-ePaper testen und eine von 150 Jahres-Vignetten gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Für FPÖ-Chef Markus Abwerzger ist und bleibt der 10. Oktober „für unser Land Tirol ein Tag ewiger Trauer“. (pn)


Kommentieren


Schlagworte