Drittes Ruder-EM-Silber für Kärntnerin Magdalena Lobnig

Magdalena Lobnig ist ihrer Rolle als Medaillensammlerin im Rudern einmal mehr gerecht geworden. Die Europameisterin von 2016 holte am Sonntag im Einer-Finale der EM in Posen zum insgesamt dritten Mal nach 2013 und 2018 Silber. Die Goldmedaille sicherte sich mit 2,42 Sekunden Vorsprung die irische Weltmeisterin Sanita Puspure, die nach dem ersten Viertel der 2.000-m-Distanz die Führung von der Kärntnerin übernommen hatte. Dritte wurde die Griechin Anneta Kyridou.

„Es war ein sehr couragiertes Rennen von mir heute, ich habe versucht dem Rennen von Anfang an meinen Stempel aufzudrücken, aber Sanita muss heute ein ultimativ gutes Rennen gefahren sein. Ich bin aber super happy mit Silber und sehr, sehr zufrieden“, meinte Lobnig nach der einzigen Regatta im Pandemie-Jahr. Sie habe sich in dieser schwierigen Saison gut weiterentwickelt und ihre Leistung sehr gut abgerufen, betonte die 30-Jährige, die überdies schon zweimal WM-Dritte war. „Ich bin sehr stolz auf meine Leistung hier.“

Das zweite Edelmetall für das ÖRV-Aufgebot in Polen ging auf das Konto des Leichtgewichts-Doppelvierers. Im kleinen Feld von nur vier Booten gab es Bronze für Alexander Maderner, Lukas Kreitmeier, Sebastian Kabas und Philipp Kellner. Hinter Sieger Italien und Deutschland war das Edelmetall mit einem Vorsprung von 8,8 Sekunden vor Ungarn gut abgesichert. „Es war ein gutes Rennen, wir haben alles probiert und sind vorne entschlossen rausgefahren, am Ende hat die Kraft nicht ganz gereicht“, sagte Sebastian Kabas.

Der österreichische Vierer ohne Steuermann hat das ersehnte Edelmetall hingegen verpasst. Schlagmann Ferdinand Querfeld, Gabriel Hohensasser, Christoph Seifriedsberger und Rudolph Querfeld landeten an der vierten Stelle. Beim Start-Ziel-Sieg der Niederlande vor Italien und Polen fehlten dem ÖRV-Quartett 1,75 Sekunden auf Edelmetall. „Wir sind mit dem Rennen sehr zufrieden. Wir sind vom Start sehr mutig hinausgefahren und haben unser Bestes gegeben, aber heute hat es einfach Mannschaften gegeben, die schneller waren“, resümierte Rudolph Querfeld. Bei Halbdistanz waren die Österreicher noch Dritte gewesen.

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Der ÖRV-Doppelvierer mit Jörg Auerbach, Armin Auerbach, Julian Brabec und Thomas Lehner landete nach dem B-Finale auf dem neunten Gesamtrang, Julian Schöberl und Paul Sieber wurden im LG-Doppelzweier Zwölfte. Lukas Reim landete bei seinem Debüt in der Eliteklasse im Einer an der 13. Stelle.

ÖRV-Nationalcoach Robert Sens bilanzierte positiv. „Es war eine super EM, wir sind sehr zufrieden. Wir haben gesehen, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben und wissen jetzt, wo wir ansetzen müssen. Nach einer kurzen aktiven Erholung werden wir die nächsten guten und richtigen Schritte machen.“


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