Situation in Moria für Caritas nach wie vor „katastrophal“

Einen Monat nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist die Lage nach Angaben der Caritas „nach wie vor katastrophal“. Vertreter der Hilfsorganisation reisten am Sonntag nach Griechenland, um sich ein Bild von der Lage zu machen. An einer Evakuierung von besonders verletzlichen Menschen - von Familien und Kindern, kranken und pflegebedürftigen Menschen - führe „kein Weg vorbei“, so Caritas-Generalsekretär Klaus Schwertner laut Aussendung.

Von einer Entspannung der Lage könne derzeit noch keine Rede sein, erklärte die Caritas-Katastrophenhelferin Daniela Pamminger. „Zwar wurden zuletzt Hunderte Menschen, die bereits Asyl erhalten haben sowie weitere vulnerable Personen aufs griechische Festland gebracht. Doch die hygienischen Zustände in den Camps sind - wie die jüngsten Regenfälle auf Lesbos gerade vor Augen geführt haben - vielerorts nach wie vor ein Desaster, die Lager sind auf den bevorstehenden Winter völlig ungenügend vorbereitet“. Die Zahl der Corona-Infektionen sei weiterhin hoch und auch das neue Lager auf Lesbos, Kara Tepe, sei als dauerhafte Lösung nicht geeignet: „Die Zelte sind nicht winterfest, es gibt bisher keine Duschen und kaum Privatsphäre“, so Pamminger.


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