WK-Gebäude wird abgerissen: Imst bekommt eine Wirtschaftszentrale

Das 50 Jahre alte Gebäude der Wirtschaftskammer Imst wird Mitte 2021 abgerissen und neu errichtet. Auch das Wifi Oberland erhält dort sein Zentrum.

Baumeister Christoph Hörhager erläuterte die Pläne für die neue Imster Bezirksgeschäftsstelle.
© Paschinger

Von Alexander Paschinger

Imst – Bis Anfang 2023 bekommt Imst eine neue Bezirksstelle der Wirtschaftskammer, welche zugleich auch das Wifi-Bildungszentrum Oberland beherbergen wird. Das Siegerprojekt des Architektenwettbewerbes wurde am Montag von WK-Präsident Christoph Walser, dem Bezirksstellen-Obmann Josef Huber und dem Imster Bürgermeister Stefan Weirather vorgestellt. Sieben bis acht Millionen Euro sollten in den Neubau investiert werden, erklärt Walser. Er bezeichnet das Projekt zugleich als ein „Bekenntnis zu allen Bezirksstellen“, die sich auch seit der Corona-Pandemie vor Ort bewährt hätten.

Unter den zehn eingereichten Projekten siegten die Pläne von „Schwarzweiss“ aus Innsbruck. Geschäftsführer Christoph Hörhager erläuterte Gestaltung, Funktionen und Philosophie des geplanten Gebäudes. Demnach wird die derzeitige Geschäftsstelle einem modernen und kubischen Holz-Stahlbeton-Hybridbau weichen. Die unterste Ebene bildet ein offenes Parkdeck, nach oben folgen drei Geschoße – in der Mitte des Gebäudes zieht sich durch alle vier Stockwerke ein großer Lichthof mit Stiegen, Lift und Begrünung. Untergebracht werden nicht nur ein dreifach teilbarer Festsaal und Wirtschaftskammer-Büros, sondern auch ein neues Wifi-Bildungszentrum für das gesamte Oberland.

„Die Bezirksstellen sind unantastbar für mich“, betont Walser. Allerdings gehe man mit dem Wifi-Bildungszentrum einen neuen Weg, auch wenn das in Landeck „nicht so gerne gesehen war“. Doch nach Gesprächen steht fest, dass es weiterhin Wifi-Kurse in Landeck selbst, aber auch in den Talschaften vor Ort geben werde. Geplant ist, Land­eck in seiner Position als Kompetenzzentrum für Tourismus zu stärken. Das Wifi-Zentrum in Imst sei für die Kursplanungen verantwortlich und habe auch die Möglichkeit, auf bis zu 13 Kursräume im neuen Imster Gebäude zurückzugreifen.

„Seit fünf Jahren laufen Gespräche und Vorarbeiten“, freut sich Bezirksstellen-Obmann Josef Huber über „den Meilenstein“. 50 Jahre wird das bestehende Gebäude im kommenden Jahr alt. Man habe daher den Anspruch, ein neues, modernes und funktionales Gebäude zu errichten. Es gehe um entsprechende Räumlichkeiten für die Mitglieder und Mitarbeiter ebenso wie für das Wifi.

Huber zeigte sich auch begeistert von den neun anderen eingereichten Arbeiten. Die besten drei Entwürfe, die von einer hochrangigen Jury bewertet wurden, erhalten übrigens jeweils Geldpreise.

Die Einreichplanung von „Schwarzweiss“ soll im Jänner erfolgen, im Juli starten die Abbrucharbeiten, ab September 2021 soll gebaut werden. Dass sich auch Hubers Baufirma am öffentlichen Ausschreibungsverfahren beteiligt, ist klar. „Der Bieterkreis wird sehr groß“, so Huber. Walser verweist auf Transparenz beim Verfahren.


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