McGuinness als neue irische EU-Kommissarin ernannt

Der EU-Rat hat am Montag Mairead McGuinness formell als neue irische EU-Kommissarin ernannt. McGuinness ist nunmehr für Finanzdienstleistungen, Finanzstabilität und die Kapitalmarktunion zuständig. Das bisher von Irland gehaltene Handelsressort wurde Vize-Kommissionspräsident Valdis Dombrovskis laut der Entscheidung der EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen über die Zuständigkeiten im Kollegium zugeteilt.

Von der Leyen begrüßte McGuinness persönlich mit einem Tweet. Ihre Ankunft bedeute auch, dass das Geschlechterverhältnis in der Kommission nun ausgewogen sei, so die Kommissionspräsidentin. „Dies war mein Ziel vom ersten Tag an und ich bin stolz darauf, dass wir es geschafft haben“, freute sich die CDU-Politikerin. Neben von der Leyen gehören nun 13 weitere Frauen und 14 Männer dem Kollegium an.

Den Umbau in der EU-Kommission hatten die Verstöße des ehemaligen irischen Handelskommissars Phil Hogan gegen die Corona-Auflagen in seinem Heimatland nötig gemacht. Dombrovskis gab seinerseits seine Finanzdossiers an die ehemalige EU-Mandatarin McGuinness ab.

Die 61-Jährige genoss als Abgeordnete der liberal-konservativen irischen Partei Fine Gael fraktionsübergreifend hohes Ansehen und war zuletzt Vizepräsidentin des Europaparlaments. Vor ihrer Karriere im europäischen Abgeordnetenhaus arbeitete McGuinness als Journalistin. Die Agrarökonomin hat auch ein Diplom in Buchhaltung und Finanzwesen.

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