Grüne bereits mit Team für mögliche Koalitionsgespräche

Die Wiener Grünen sind bereit für mögliche Koalitionsverhandlungen - sofern Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) denn diese mit dem bisherigen Regierungspartner überhaupt aufnehmen will. „Der Ball liegt beim Bürgermeister.“ Es wurde ein sechsköpfiges Verhandlungsteam definiert. Auch die Neos scharren in den Startlöchern, um mit der SPÖ in „konstruktive Gespräche“ über eine mögliche Regierungszusammenarbeit zu gehen.

Das Grüne Verhandlungsteam besteht durchwegs aus namhaften Politikern - nämlich aus Parteichefin und Vizebürgermeisterin Birgit Hebein, Klubobmann David Ellensohn, Planungssprecher Peter Kraus - er war auch Listenzweiter bei der Wahl -, der stellvertretenden Klubobfrau Jennifer Kickert, Budgetsprecher Martin Margulies sowie der Quereinsteigerin Judith Pühringer, die auf Platz 3 der grünen Liste kandidierte und damit fix im Gemeinderat vertreten sein wird.

Die Grünen werden diese Woche außerdem noch intern zusammen kommen - coronabedingt in digitaler Form -, um die Ergebnisse der Wahl vom Sonntag zu besprechen. Am Donnerstag tagt dazu der Parteirat, das höchste Gremium der Grünen. In diesem sind neben Hebein auch die Abgeordneten sowie Vertreter aus den Bezirken und grünen Teilorganisationen vertreten. „Dort werden wir das Endergebnis besprechen und seitens der Partei die nächsten Schritte definieren“, so der Grünen-Sprecher.

Was die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen betrifft, hieß es: „Der Ball liegt beim Bürgermeister.“ Die Grünen machen keinen Hehl daraus, dass sie gerne die seit 2010 bestehende rot-grüne Zusammenarbeit in der Stadt weiterführen wollen.

Auch die Wiener NEOS sind bereit, mit der SPÖ über eine künftige Regierung zu sprechen. Parteichef Christoph Wiederkehr bekräftigte nach einer Sitzung des Parteivorstands einmal mehr seine Freude über das Ergebnis der Wien-Wahl: „Wir sind sehr zufrieden.“

Die NEOS konnten laut den aktuellen Hochrechnungen um knapp zwei Prozentpunkte auf nicht ganz acht Prozent zulegen. Laut Wiederkehr könnte der Mandatsstand von fünf auf bis zu neun anwachsen. Erfreut zeigte er sich auch darüber, dass man wohl in jedem Bezirk zulegen konnte. Und: Nach Angaben des Wiener NEOS-Chefs wird sich auch ein Stadtratsposten ausgehen.


Kommentieren


Schlagworte