Frankfurter Buchmesse 2020 als „ein großes Experiment“

Die Frankfurter Buchmesse muss ohne Livepublikum auskommen, sieht die coronabedingte Sonderausgabe 2020 aber auch als Chance. „Es ist ein großes Experiment“, sagte Buchmessen-Direktor Juergen Boos bei der Eröffnungspressekonferenz am Dienstag. Die Veranstaltung wurde - wie der größte Teil der Messe bis zum Sonntag - im Internet gestreamt.

Er sei „enttäuscht, sehr enttäuscht“, dass das internationale Branchentreffen wegen der Pandemie nicht live stattfinden könne, gab Boos zu. Die Onlineausgabe biete aber auch Chancen, zum Beispiel könnten mehr Menschen teilnehmen. Angemeldet sind 4.400 digitale Aussteller aus 110 Ländern.

„Auch in Zukunft wird ein Mix aus Präsenzveranstaltungen und digitalen Angeboten das neue Normal sein“, sagte Boos. „Ich habe Hoffnung für die Zukunft der Buchbranche und für die Zukunft der Frankfurter Buchmesse.“

„Das Buch hat der Krise die Stirn geboten“, sagte Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Die Branche sei mit einem Minus von fast 15 Prozent aus dem Lockdown gekommen. Danach konnte der Rückstand von Monat zu Monat verringert werden. Aktuell lägen die Einbußen nur noch 4,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.

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