Neue Zentrale für die Tiroler Kinderfreunde auf der Hungerburg

Das „Haus der Freundschaft“ auf der Hungerburg wird zum Kinder- und Jugendgästehaus umgebaut. Aber auch der ganze Stadtteil soll profitieren.

Das „Haus der Freundschaft“ wird Platz für bis zu 94 Tages- und 36 Übernachtungsgäste bieten. Zugleich soll das Gelände auch der Allgemeinheit für Feste und andere Veranstaltungen zur Verfügung stehen.
© Visualisierung: STZE

Innsbruck – „Ich freue mich, dass bald endlich wieder Leben auf das Gelände kommt“, sagt der Tiroler Landesvorsitzende der Kinderfreunde, Simon Grießenböck – und meint damit ein großes Projekt auf der Innsbrucker Hungerburg. Nach „monatelangem Ringen um Bescheide, Angebote und Finanzierungen“ fahren ab Montag nach und nach die Baumaschinen auf: Das alte Kinderfreunde-Ferienhaus in der Gramartstraße wird zum Kinder- und Jugendgästehaus („Haus der Freundschaft“) umgebaut.

Nach rund zehn Monaten Bauzeit soll der Komplex in frischem Glanz erstrahlen – er wird zur neuen Zentrale der Tiroler Kinderfreunde. Kinder- und Jugendgruppen sollen dort ebenso moderne Bedingungen vorfinden wie Gruppen der Erwachsenenbildung. Vier Seminarräume werden Platz für bis zu 94 Tagesgäste bieten, in zwölf Zwei- und Vier-Bett-Zimmern ist Raum für 36 Übernachtungsgäste. Um das Haus gut auslasten zu können, soll es österreichweit sowie in Südbayern und Südtirol beworben werden. Ziel der Kinderfreunde ist aber auch, das Haus wieder „zu einem zentralen Teil des Stadtteils Hungerburg“ zu machen. Mit dem Spielplatz, dem Jugendtreff und der Grünflächen-Nutzung durch den Kindergarten „Zur Linde“ werde das bereits gelebt. Das Gelände werde dann aber auch wieder der Allgemeinheit für Feiern (Kindergeburtstage, Pfarr- und Vereinsaktivitäten) offenstehen, ebenso für Kinderfreunde-Veranstaltungen.

Kostenpunkt: 2 Millionen Euro

Durch die Planung des Architekten Wolfgang Stöger (Büro STZE) bleibe der Charme des alten Gebäudes trotz völliger Erneuerung großteils erhalten. Immerhin geht es um ein Haus aus der vorigen Jahrhundertwende, das den Kinderfreunden in der Zwischenkriegszeit aus Mitteln der Tiroler Arbeiterbäckerei gestiftet wurde.

Viele Menschen würden mit dem Areal „tolle Kindheitserinnerungen“ verbinden, sagt Grießenböck, der auch vereinsinterner Projektleiter ist. „Lange war nicht klar, ob und in welcher Form wir das Haus erhalten können. Ein Verkauf war für uns aber nie eine Option.“ Die Kinderfreunde investieren ca. 2 Mio. Euro ins Projekt, man finanziere es aktuell ganz aus eigener Kraft, mittels Bankkredit und ohne Subventionen. Details zum Baufortschritt findet man künftig unter www.kinderfreunde-tirol.at (Angebote). (TT, md)

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