Viele WSG-Erinnerungen bei einem klaren Auftrag: Eine Runde weiterkommen

Mit dem ÖFB-Cup-Heimspiel gegen den FAC kehrt die WSG Tirol morgen (18.30 Uhr) auf Pflichtspiel-Ebene ins Gernot-Langes-Stadion zurück.

Stehen immer noch in regem Kontakt – Ex-WSG-Torjäger Milan Jurdik und Wattens-Keeper Ferdinand Oswald.
© gepa

Von Alex Gruber

Wattens – Das ÖFB-Cupspiel wird für einige bei der WSG zu einer kleinen Reise in die Vergangenheit:

Erstens: WSG-Keeper Ferdinand Oswald versteht sich mit FAC-Angreifer Milan Jurdik, mit dem er in Wattens dreieinhalb Jahre zusammengespielt hat, immer noch prächtig. Einmal die Woche wird telefoniert, zu einem direkten Duell wird es morgen aber nicht kommen. „Der Cup gehört Ozegovic“, stellte Cheftrainer Thommy Silberberger gestern in der Torhüterfrage klar. Jurdiks Werte bei der WSG – 40 Pflichtspiel-Treffer (34 in Liga zwei, 6 im ÖFB-Cup) in 112 Partien – sollten als Warnung dienen. „Er hat schon seine Qualitäten“, nickt Oswald.

Zweitens: WSG-Trainer Thommy Silberberger kann sich daran erinnern, dass FAC-Trainer Miron Muslic in gemeinsamen Zweitliga-Zeiten beim SV Wörgl „ein halbes Jahr schön gebombt“ hat. „Ich freue mich über jeden ehemaligen Weggefährten“, man werde sich wie immer kurz die Hände schütteln und dann zum Tagesgeschäft übergehen.

Drittens: In zehn Zweitliga-Partien (2016–2019) ging die WSG gegen den FAC bei einem Torverhältnis von 18:4 sechsmal als Sieger vom Platz, dreimal teilten die Teams die Punkte, nur einmal gewannen die Floridsdorfer.

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Die Gegenwart hat mittlerweile vor allem im Kader der Tiroler viele(s) überholt. Von den ehemaligen erfolgreichen Jurdik-Gefährten sind in der WSG-Startelf wohl nur die beiden Davids, Gugganig und Schnegg, sowie möglicherweise Benni Pranter zu erwarten. Mit der Zahl „16“ nannte Silberberger gestern jene, die sich zur Stunde Hoffnungen auf die Einser-Garnitur machen dürfen. Dazu zählt Zan Rogelj, der bislang vom Coronavirus in Reihen des slowenischen U21-Nationalteams verschont geblieben ist.

Die Rückkehr ins Gernot-Langes-Stadion erinnert auch an die Vorsaison, als man in der zweiten ÖFB-Cup­runde bei vier Yeboah-Treffern die Austria mit 5:2 aus dem Bewerb geschossen hat. Dass der viel benutzte Rasen momentan kein Wembley-Format hat, ändert nichts am klaren Auftrag, eine Runde weiterzukommen.


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