Gut zu wissen: Was die rote Corona-Ampel für den Sport bedeutet

Die Aussichten für Sport-Fans sind düster, für die Veranstalter ebenfalls. Was passiert, wenn die Corona-Ampel rot blinkt? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

Nicht nur der Fußball muss mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie umgehen.
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Innsbruck –Die Unsicherheit ist dieser Tage groß. Umso mehr, je kälter die Jahreszeit wird und wenn Viren – auch die abseits des Coronavirus – prinzipiell aktiver werden. Gestern gab es von der Tiroler Landesregierung strengere Maßnahmen. Unter anderem werden Vereinsaktivitäten auf den eigentlichen Zweck des Vereins beschränkt. Das heißt: den Sport selbst. Training ja, dritte Halbzeit nein. Die Nutzung von Vereinskantinen ist also derweilen nicht mehr erlaubt.

Was bedeutet eine mögliche rote Ampel für den Leistungssport? Prinzipiell gar nichts. Die Ampel ist nicht an Verordnungen geknüpft und hat deshalb keine direkten Auswirkungen beispielsweise auf den Bundesliga-Betrieb in sämtlichen Sportarten wie etwa Fußball, Eishockey oder Handball.

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Welche Corona-Maßnahmen gelten sportartenübergreifend? Grundsätzlich gilt im Sport das Gleiche wie auch sonst – Abstand halten, Mundschutz tragen. Die einzelnen Maßnahmen hängen von den jeweiligen Verordnungen des Bundes und der Länder ab. So werden etwa auch Zuschauerzahlen für Hallen- und Freiluftsportarten unterschiedlich beschränkt – im unübersichtlichsten Fall also auch von Bundesland zu Bezirk unterschiedlich. Sportverbände und -vereine können aber auch selbst Regelungen treffen, die über die verordneten Maßnahmen hinausgehen. Absagen einzelner Veranstaltungen oder zusätzliche Zuschauer-Beschränkungen können also auch daher rühren, dass Organisatoren der Aufwand aufgrund der notwendigen Maßnahmen zu groß ist oder dass man die Verantwortung für eine drohende Ansteckung nicht übernehmen will.

Bei einigen Maßnahmen wird zwischen Spitzen- bzw. Profisport und Breiten- bzw. Hobbysport unterschieden. Was heißt das? Grundsätzlich geht es darum, ob man mit der Sportausübung seinen Lebensunterhalt verdient oder nicht. Alle erstklassigen Liga-Bewerbe werden beispielsweise grundsätzlich dem Spitzensport zugeordnet – ungeachtet der finanziellen Komponente, also etwa, ob es sich um die Fußball-Bundesliga oder jene im Tischtennis handelt. Laut Bundessportorganisation ist es im Einzelfall aber mitunter eine Auslegungssache.

Wer kann Vereine und Verbände im Falle einer Unsicherheit aufklären? Für Vereine und Verbände bietet Sport Austria (Bundessport­organisation) einen guten Überblick – inklusive Rechtssicherheit, wie man verspricht. Unter anderem hat man etwa eine Liste mit den über 200 wichtigsten Fragen ausgearbeitet. (TT)

🎥 Videobeitrag: Corona-Ampel schaltet auf Rot


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