TVB-Umbruch mit Nachwehen: Rücktritt von Bürgermeister Winkler gefordert

Dem Umbruch bei Kitzbühel Tourismus folgt die politische Diskussion. Auch die FPÖ gibt dem Bürgermeister Schuld.

Bürgermeister Klaus Winkler: „Auch wenn es mir nun anders unterstellt wurde, eine gute Zusammenarbeit ist mir wichtig.“
© Angerer Harald

Von Harald Angerer

Kitzbühel – Auch wenn es derzeit in Kitzbühel sehr ruhig ist, kommt die Stadt nicht zur Ruhe. Der überraschende Abgang von Obfrau und Aufsichtsratsvorsitzendem beim Kitzbüheler Tourismusverband sorgt nun auch für politische Nachwehen. In einer Aussendung fordert nun der Kitzbüheler FPÖ-Stadtparteiobmann LA Alexander Gamper Bürgermeister Klaus Winkler (ÖVP) zum Rücktritt auf. „Ich empfehle Kitzbühels Bürgermeister Winkler den Rückzug aus der Kommunalpolitik“, erklärt Gamper und er diagnostiziert weiter: „Der Machtmensch Bürgermeister Klaus Winkler ist amtsmüde und überfordert.“ Gamper verstehe, dass Signe Reisch und Josef Burger zurückgetreten sind. Er richtet aber auch eine Bitte an die beiden, sie mögen „nicht voreilig das Schiff verlassen“.

Winkler gibt sich ob der Forderung von Gamper entspannt. „Ich halte das für lächerlich und es zeigt, dass Gamper mit seiner Weisheit am Ende ist“, sagt Winkler zu der Forderung. Von einer Amtsmüdigkeit könne keine Rede sein, vielmehr sieht Winkler mangelnde Motivation beim FPÖ-Stadtparteiobmann. „In den bisherigen viereinhalb Jahren hat Gamper nichts anderes gemacht, als Anzeigen einzubringen und Rücktrittsaufforderungen zu stellen. Er sollte besser für die Kitzbüheler arbeiten, schließlich bekommt er eine Entschädigung aus öffentlichen Mitteln“, ärgert sich Winkler.

Viel mehr beschäftige momentan aber die Kitzbüheler, wie es im Tourismusverband weitergeht. Winkler selbst ist ja ebenfalls Mitglied des TVB-Aufsichtsrates. Zu hören ist, dass sich Winkler den Kitzbüheler Unternehmer und Hotelier Christian Harisch als neuen Obmann durchaus vorstellen könne. „Wichtig ist nun die Sitzung des Aufsichtsrates, hier gilt es die Situation zu besprechen und die Stimmung auszuloten“, erklärt der Bürgermeister. Auf einen Favoriten für den Obmann will er sich nicht festlegen. „Wichtig ist mir, dass das hervorragend arbeitende Direktionsteam erhalten bleibt.“

„Auch wenn es mir nun anders unterstellt wurde, eine gute Zusammenarbeit ist mir wichtig“, sagt er in Richtung Reisch und Burger. Er würde sich ansonsten nicht in die Tätigkeit des Tourismusverbandes einmischen.

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