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Außerferner Hoteliers in der Corona-Krise zwischen Hoffnung und Resignation

Die großen Ganzjahreshäuser im Tannheimer Tal wollen offen bleiben und bis zur Wintersaison durchtauchen. Bei allen anderen im Außerfern rollen hingegen bald die Läden herunter. Hunderte Mitarbeiter sind betroffen.

So manches Ganzjahreshotel sperrt diesen Herbst zum ersten Mal „freiwillig“ zu.
© Vossberg/Visum

Von Helmut Mittermayr

Außerfern – Als „Tanz auf dem Vulkan“ bezeichnet Ernst Mayer die aktuelle Situation im Tourismus. Der Lermooser Hotelier (Alpenrose) – er ist mit seinen drei Hotels in Bayern, Oberösterreich und Tirol Arbeitgeber von 460 Mitarbeitern – kann stellvertretend für das Ringen in der Branche in Tirol stehen. Die TT fragte bei Ganzjahresbetrieben im Bezirk Reutte nach, wie sie sich angesichts der ab 8. November geltenden Beschränkung verhalten werden. Urlauber in Tirol müssen sich dann ja bei ihrer Rückkehr nach Deutschland verpflichtend fünf Tage in Quarantäne begeben – eine Möglichkeit der Freitestung besteht nicht.

In den letzten Wochen konnte Ernst Mayer seine Gäste bei ständig wechselnden Beschränkungen noch zwischen seinen drei Hotels hin- und herjonglieren. Das ist ab 8. November nicht mehr möglich. Zudem würden für den bayerischen Standort am Oberjoch auch die innerdeutschen Beschränkungen immer strenger. „Ich rechne zu 100 Prozent damit, dass keine Gäste mehr kommen werden. Und dann ist endgültig aus“, sagt der Lermooser plakativ. Ein Datum gebe es nicht, aber die Gewissheit. Die Voraussetzungen würden sich derzeit fast täglich ändern, und nie zum Besseren. Mayer, an sich ein Optimist und Macher, ist sogar pessimistisch bezüglich der gesamten Wintersaison.

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