Mailänder Scala verschiebt Vorstellung der neuen Saison

Angesicht der Ungewissheit um die Entwicklung der Epidemie in Italien und in Europa hat die Mailänder Scala die am Freitag geplante Vorstellung der Saison von Dezember 2020 bis März 2021 abgesagt. Man beobachte die Entwicklung der Lage und werde über die nächsten Aufführungen informieren, sobald die Situation klarer sein werde, hieß es in einer Presseaussendung des Opernhauses am Freitag.

Die bis zum kommenden Montag (19. Oktober) geplanten Aufführungen wurden bestätigt. Am Freitag wäre die erste Saison unter der Führung des im März von der Wiener Staatsoper nach Mailand gewechselten Intendanten Dominique Meyer vorgestellt worden, darunter die Oper für die traditionelle Saisoneröffnung am 7. Dezember, dem Tag des Heiligen Ambrosius, des Patrons der Stadt Mailand.

Italien verzeichnete am Donnerstag einen neuen Rekord an Neuinfektionen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 8.804 Corona-Neuinfektionen registriert. Am Vortag waren es 7.332. Zudem gab es am Donnerstag 83 zusätzliche Todesopfer, fast doppelt so viele wie am Vortag, als 43 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet worden waren. Die Gesamtzahl der Corona-Toten in Italien seit Beginn der Epidemie im Februar stieg damit auf 36.372.

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