Raab will Wertekurse verlängern und empfiehlt Ausländern Tirol

ÖVP-Integrationsministerin empfiehlt jungen Ausländern, nach Tirol zu wechseln und dort eine Lehrstelle anzunehmen.

Ministerin Raab kündigt weitere Schwerpunkte an.
© APA

Wien – Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) hat bereits einen Plan, was sie mit dem Budgetplus für ihr Ressort an Maßnahmen setzen will. Denn sie kann aufgrund des Budgetvoranschlags im kommenden Jahr über 103 Mio. Euro verfügen, um 35 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. 28 Mio. Euro davon sind zwar Umschichtungen aus dem Arbeitsressort und für Deutschkurse gebunden, mit dem Rest will sie aber weitere Schwerpunkte setzen, Unter anderem sollen die verpflichtenden Werte- und Orientierungskurse verlängert werden.

Als weitere Schwerpunkte führte Raab den Kampf gegen Antisemitismus, die Vermittlung von Flüchtlingen für ehrenamtliches Engagement, die Stärkung von Frauen mit Migrationshintergrund, Elternkurse sowie die Bekämpfung von Extremismus durch die Dokumentationsstelle zum politischen Islam an.

Raab räumte ein, dass es durch die Corona-Krise für Flüchtlinge derzeit am Arbeitsmarkt oder beim Ehrenamt schwer sei. „Integration lebt davon, dass Menschen in Begegnung kommen“, sagte sie. Weil es sich aber um einen langfristigen Prozess handle, arbeite man aktuell am Stärken und Vorbereiten. Wenn der persönliche Kontakt wieder möglich sei, könne man dann wieder voll durchstarten. Bezüglich Jobs empfiehlt Raab jungen Menschen, die erst kurz in Österreich sind, nach Tirol und Vorarlberg zu wechseln, wo es offene Lehrstellen zu besetzen gilt. (TT)

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