Neuinfektionen in Frankreich rückläufig

In Frankreich sind die Corona-Neuinfektionen weniger geworden. Allerdings stieg die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 stark an. Tschechien führt indes wieder eine Maskenpflicht im Freien ein. Im britischen Landesteil Wales wird sogar ein zweiwöchiger Lockdown eingeführt. Strenge Kontaktbeschränkungen sollen vom 23. Oktober bis zum 9. November gelten. Und Portugal überschritt die Marke von 100.000 bestätigten Corona-Infektionen.

Aus Frankreich werden deutlich weniger Corona-Neuinfektionen als noch am Sonntag gemeldet. Die Behörden teilten am Montag mit, in den vergangenen 24 Stunden seien 13.243 neue Ansteckungen registriert worden - nach 29.837 am Sonntag und dem Rekord am Samstag von 32.427. Die Zahlen am Montag sind tendenziell aber niedriger, weil am Sonntag weniger getestet wird.

Die Gesamtzahl der Corona-Fälle erreichte zuletzt 910.277. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich nach den Angaben vom Montag um 146 auf 33.623, während am Sonntag noch 85 neue Todesfälle gemeldet worden waren. Die Zahl der auf den Intensivstationen befindlichen Menschen ging ebenfalls in die Höhe. Auf 2.090 Intensivbetten liegen derzeit Corona-Patienten - 1.441 mehr als vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörden bekannt gaben.

In Tschechien gilt die Maskenpflicht im Freien von Mittwoch an innerhalb des bebauten Gebiets von Städten und Gemeinden Das gab Gesundheitsminister Roman Prymula nach einer Kabinettssitzung bekannt. Ausnahmen gelten unter anderem, wenn ein Abstand von mehr als zwei Metern eingehalten werden kann, sowie beim Sport. In Innenräumen ist die Mund-Nasen-Bedeckung ohnehin Pflicht - neuerdings auch im Auto, wenn familienfremde Personen mitfahren.

Eine Maskenpflicht im Freien galt bereits einmal von Mitte März bis Mitte Juni während der ersten Phase der Pandemie im Frühjahr. In Tschechien war die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt stark angestiegen. Nach den jüngsten Zahlen der EU-Agentur ECDC steckten sich binnen 14 Tagen 858,6 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Virus an - der höchste Wert unter allen EU-Mitgliedstaaten. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 1.500 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Tschechien hat knapp 10,7 Millionen Einwohner.

In Wales soll es indes einen zweiwöchigen Lockdown geben. Dies sei notwendig, um die Ausbreitung des Erregers etwas zu bremsen und das Gesundheitswesen vor dem Kollaps zu bewahren, teilte der Regierungschef von Wales, Mark Drakeford, in Cardiff mit. Wer könne, müsse in dieser Zeit seiner Arbeit zu Hause nachgehen. Freizeitaktivitäten und Tourismus seien dann untersagt. Nur Geschäfte mit lebensnotwendigen Waren dürfen den Angaben zufolge öffnen, Pubs und Restaurants bleiben geschlossen. Auch Treffen verschiedener Haushalte - ob drinnen oder draußen - seien verboten.

In Großbritannien haben sich nach Angaben vom Sonntag binnen 24 Stunden mehr als 16.000 Menschen mit dem Virus angesteckt. Bisher sind den Statistiken zufolge mehr als 43.000 Menschen gestorben. Doch wird in dem Land mit seinen knapp 67 Millionen Einwohnern mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet; es mangelt an Tests.

Irland verschärft seine Maßnahmen drastisch. Am kommenden Mittwoch tritt die höchste von fünf Stufen in Kraft, wie die irische Regierung mitteilte. Besucher fremder Haushalte sind dann in Innenräumen nicht mehr gestattet, Pubs und Restaurants dürfen Essen nur als Lieferservice anbieten, die Schulen sollen aber geöffnet bleiben. Die Maßnahmen sollen bis zum 1. Dezember gelten.

Nach Angaben des irischen Gesundheitsministeriums hatten sich zuletzt 1.031 Personen innerhalb von 24 Stunden mit dem Corona-Virus infiziert. Insgesamt sind bisher knapp 51.000 Ansteckungen in Irland registriert worden. Das Land hat knapp fünf Millionen Einwohner.

Die Gesamtzahl der bisher nachgewiesenen Infektionen in Portugal belief sich am Montag den amtlichen Angaben zufolge auf 101.860. Binnen 24 Stunden seien 1.949 neue Ansteckungen mit dem Virus SARS-CoV-2 registriert worden, teilte die Gesundheitsbehörde DGS in Lissabon mit. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 stieg um 17 auf 2.198. Portugal war lange Zeit relativ gut durch die Coronakrise gekommen, doch das Virus macht dem beliebten Urlaubsland seit einigen Wochen immer mehr zu schaffen.


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