Der Auftakt gegen Lok Moskau weist Salzburg gleich den Weg

Red Bull Salzburg startet heute (18.55 Uhr, live Sky) gegen Russlands Vizemeister Lokomotive Moskau in die neue Spielzeit der Fußball-Champions-League. Österreichs Meister will dabei in die K.-o.-Phase.

Vor einem Jahr jubelten die Bullen – noch mit Erling Haaland – gegen Genk. Ein ähnlicher Start wäre heute gegen Lok Moskau Gold wert.
© gepa

Salzburg –Die Parallelen sind unverkennbar: Wie im Vorjahr – da war es ein spektakuläres 6:2 gegen Genk – startet Red Bull Salzburg in einer schweren Gruppe mit einem Heimspiel gegen den vermeintlich leichtesten Konkurrenten. „Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir gegen Lokomotive Moskau gewinnen“, wusste auch Abwehrspieler Maximilian Wöber vor dem Startschuss (18.55 Uhr/live Sky) in die Champions-League-Gruppenphase.

„Unser Ziel ist es, diese Gruppe zu schaffen“, setzte Trainer Jesse Marsch fort. Der US-Amerikaner lieferte die Bedingung gleich mit. „Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir besser verteidigen. Wir haben im Vorjahr viele Tore gemacht, aber zu viele kassiert.“ Als Dritter mit sieben Punkten und dem Torverhältnis von 16:13 stiegen die Salzburger 2019 in die Europa League um.

In der schwierigsten Gruppe ist viel möglich

Doch die Erfahrungswerte der Vorsaison, als die Bullen Liverpool und Napoli ärgerten, wurden laut Maximilian Wöber mitgenommen. „Wir sind stabiler“, betonte der Verteidiger mit Blick auf die Eingespieltheit und Lehren der Vorsaison. „Diese Erfahrungen und das Gefühl, dass wir mit den besten Teams mithalten können, gibt der Mannschaft so einen Ruck und eine zusätzliche Motivation, weil wir wissen: Auch wenn wir die wahrscheinlich schwierigste Gruppe erwischt haben, können wir viel erreichen.“

⚽ Champions League, 1. Spieltag - Mittwoch

Gruppe A

  • 18:55 Uhr: Red Bull Salzburg - Lok Moskau (Sky)
  • 21:00 Uhr: Bayern München - Atletico Madrid (DAZN)

Gruppe B

  • 18:55 Uhr: Real Madrid - Schachtar Donezk (DAZN)
  • 21:00 Uhr: Inter Mailand - Borussia Mönchengladbach (DAZN)

Gruppe C

  • 21:00 Uhr: Manchester City - FC Porto (DAZN)
  • 21:00 Uhr: Olympiakos Piräus - Olympique Marseille (DAZN)

Gruppe D

  • 21:00 Uhr: Ajax Amsterdam - Liverpool (DAZN)
  • 21:00 Uhr: Midtjylland - Atalanta Bergamo (DAZN)

Auch mit Blick auf die beiden anderen Gruppen-Kontrahenten – Bayern und Atlético – wollte Trainer Marsch nicht von einem Pflichtsieg sprechen: „Ein Punkt wäre wichtig für uns, und wenn wir drei Punkte holen könnten, dann wäre das schon ein guter Start.“ Das Team hat die zehntägige Quarantäne nach Corona-Fällen mit ausgiebigem Videostudium verbracht. „Wir kennen Lok in und auswendig“, bekannte nun Wöber. „Wir wissen alle Stärken, ihre offensiven Qualitäten, dass sie sehr viel über die Flanken spielen. Wir kennen alle Schwachpunkte, wo wir ihnen sehr wehtun können und umgekehrt, wo sie uns verletzen können.“

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„Wir sind bereit für eine Riesen-Riesen-Leistung“, sah auch Marsch sein Team gerüstet und außerdem fast vollzählig. Vor dem Abschlusstraining fehlte nur der Langzeitverletzte Antoine Bernede. Das perfekte Fußballfest fällt allerdings dem Coronavirus zum Opfer. Immerhin 3000 Zuschauer dürfen die Mannschaft nochmals unterstützen, die neueste Beschränkung der Regierung auf 1500 Zuschauer gilt erst ab Freitag. Bereits am heutigen Mittwoch verzichtet der Club allerdings darauf, die Getränke- und Essensstände aufzusperren.

Am Salzburger Erfolgshunger soll dies nichts ändern. „Natürlich ist es für die Mannschaft und alle Fans schade, dass nur 3000 Fans dabei sein können“, sagte Wöber. „Die Motivation und Vorfreude ist aber genauso hoch wie letztes Jahr, es ist wieder was Besonderes.“ (t.w., APA)


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