Beteiligung an Nachfolger-Tod: Burundis Ex-Präsident in Haft

Im ostafrikanischen Burundi ist Ex-Präsident Pierre Buyoya für die Beteiligung am Tod seines Nachfolgers zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Melchior Ndadaye gewann 1993 die ersten demokratischen Wahlen in Burundi, wurde aber kurz darauf getötet. Daraufhin brach ein Bürgerkrieg zwischen Hutu und Tutsi aus, in dem mehr als 300.000 Menschen starben.

Mit Buyoya erhielten 15 weitere Angeklagte, darunter ehemalige hochrangige Mitglieder des Militärs, lebenslange Haftstrafen, wie es in einer Mitteilung des obersten Gerichtshofs vom Dienstag hieß. Der Ex-Staatschef nahm nicht am Verfahren teil und kritisierte die Vorwürfe in der Vergangenheit als politisch motiviert.

Buyoya war von 1987 bis 1993 Präsident und noch einmal von 1996 bis 2003. Derzeit ist er hoher Vertreter der Afrikanischen Union (AU) für Mali und die Sahel-Region.


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