Mörder von Lehrer offenbar mit Kontakt zu Jihadist in Syrien

Der Mörder des nahe Paris enthaupteten Lehrers hat offenbar Kontakt zu einem russischsprachigen Jihadisten in Syrien gehabt. Die Identität dieses Islamisten sei derzeit noch nicht geklärt, hieß es am Donnerstag aus mit dem Fall vertrauten Kreisen. Nach Informationen der Zeitung „Le Parisien“ hält sich die Kontaktperson in der Region Idlib auf, der letzten Jihadisten-Hochburg in Syrien. Der Mann sei mithilfe seiner IP-Adresse lokalisiert worden.

Der Mörder des 47-jährigen Geschichtslehrers Samuel Paty hatte sich in einer Audiobotschaft auf Russisch zu der Tat bekannt. Der 18-Jährige tschetschenischer Herkunft war nach der Tat in der Nähe von Patys Schule in Conflans-Sainte-Honorine von der Polizei erschossen worden.

Die französische Justiz nahm mittlerweile Ermittlungsverfahren gegen sieben Verdächtige wegen mutmaßlicher Beihilfe zu der Tat auf. Unter ihnen ist auch der Vater einer Schülerin, der mit dem Täter am Tag des Anschlags Botschaften über den Onlinedienst WhatsApp ausgetauscht haben soll.

Dem Vater wird „Komplizenschaft bei einem terroristischen Mord“ angelastet. Er hatte im Internet zu einem Vorgehen gegen den Geschichtslehrer aufgerufen, weil dieser seinen Schülern Karikaturen des Propheten Mohammed gezeigt hatte.


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