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Jahrelanger Streit: Eine Million Euro beenden Rietzer Häuslbauerdrama

11 Jahre dauerte der Gerichtsstreit um die auf Deponieboden versinkenden Häuser von Rietz. Für eine Million Euro gehören diese nun der Gemeinde.

Noch 2012 (Bild) sahen die Häuser am Rietzer Lußrain tadellos aus. Durch sinkenden Deponieboden war ihr Schicksal aber schon besiegelt.
© Paschinger

Von Reinhard Fellner

Innsbruck, Rietz – Als „sinkende Häuser von Rietz“ erlangten drei Häuser am dortigen Lußrain bundesweit traurige Berühmtheit. Betroffen waren drei Familien, deren Existenz sprichwörtlich im Boden versank. 1990 waren die schmucken Reihenhäuser auf Wiesen errichtet worden. Dass diese bis zum Jahr 1970 Bestandteil einer Rietzer Mülldeponie waren, hatte beim Grundkauf niemand erwähnt.

Als sich das schleichende Sinken an den Häusern mittels massiver Rissbildungen bemerkbar gemacht hatte, reichten die Hauseigentümer über Rechtsanwalt Thomas Girardi 2009 erstmals am Landesgericht Klage gegen die Gemeinde ein. Drei Jahre später das Urteil: Eine Haftung über 684.000 Euro, da es die Gemeinde verabsäumt hatte, auf die frühere Mülldeponie aufmerksam zu machen. Bald darauf stand jedoch schon fest, dass die Häuser wirtschaftlich nicht mehr zu sanieren waren.

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