Hindley holte Giro-Königsetappe - Konrad, Pernsteiner Top 10

Der Australier Jai Hindley hat die Königsetappe des Giro d‘Italia gewonnen und darf sich nun sogar berechtigte Hoffnungen auf den Gesamtsieg machen. Der Profi vom Team Sunweb setzte sich nach 207 Kilometern mit Fahrt über das Stilfserjoch vor dem Briten Tao Geoghegan Hart (Ineos) und dem Spanier Pello Bilbao (Bahrain) durch. Neuer Gesamtführender ist nach der 18. Etappe der niederländische Tages-Fünfte Wilco Kelderman (+2.18). Unter den Top Ten sind auch zwei Österreicher.

Bei der Fahrt über mehrere Bergpässe, teilweise bei drei Grad und in schneeweißer Landschaft, schlugen sich Patrick Konrad (Bora) und Hermann Pernsteiner (Bahrain-McLaren) großartig. Konrad wurde mit 4:04 Minuten Rückstand auf Hindley Sechster und verbesserte sich damit um zwei Positionen auf Platz sieben (+5:40). Pernsteiner kam zeitgleich mit dem portugiesischen Leader Joao Almeida (Deceuninck - Quick Step) 4:51 Min. zurück ins Ziel und ist nun Zehnter (+7:23).

Vor zwei weiteren schwierigen Etappen und dem abschließenden Zeitfahren in Mailand ist die Gesamtkonstellation nun interessant: Kelderman führt, sein Teamkollege Hindley ist Zweiter, auch Hart und der viertplatzierte Bilbao liegen noch aussichtsreich im Rennen. Die Top Drei liegen nur 15 Sekunden auseinander. Almeida ist von Gesamtrang eins auf Platz fünf zurückgefallen.

„Das war eine Hammer-Etappe. Leider habe ich meine Beine schon am ersten Anstieg gespürt, weshalb ich am Stilfser Joch entschieden habe, mein eigenes Tempo zu fahren und nicht ans Limit zu gehen. Ich wollte nichts riskieren. Am letzten Anstieg ist es mir dann wieder besser gegangen. Ich hatte mehr Kraft und konnte sogar einige der anderen Klassementfahrer distanzieren“, sagte Patrick Konrad im Ziel über seinen „guten Tag“.

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Die 20. und zugleich vorletzte Etappe wird am Samstag aufgrund der Corona-Pandemie nicht durch Frankreich führen. So werden die in der ursprünglich vorgesehenen Streckenführung vorgesehenen Anstiege zum Colle dell‘Agnello und auf den Col de l‘Izoard nicht überquert. Stattdessen geht es dreimal hinauf nach Sestriere, wo das 190 Kilometer lange Teilstück auch auf 2.035 Metern endet.


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