Corona-Neuinfektionen in Europa in zehn Tagen verdoppelt

Die Coronavirus-Infektionen in Europa haben sich einer Reuters-Zählung zufolge in den vergangenen zehn Tagen mehr als verdoppelt. Am Donnerstag stieg die Zahl der neuen Fälle in Europa erstmals über die Marke von 200.000. Am 12. Oktober war erstmals die Marke von 100.000 Fällen überschritten worden. Laut der Zählung beläuft sich die Zahl der Infektionen in Europa insgesamt auf 7,8 Millionen und 247.000 Tote.

Auch in Österreich war am Donnerstag ein Rekord an Neuinfektionen innerhalb eines Tages (2.435) verbucht worden. Während die Ampelkommission 25 Bezirke auf Rot schaltete, gingen mehrere Nachbarländer zu einem neuerlichen Lockdown über. Tschechien verhängte am Donnerstag Ausgangsbeschränkungen, in Slowenien und der Slowakei sollten ab Samstag drastische Einschränkungen gelten.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten unterdessen nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Freitag in der Früh 11.242 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Die Zahl ist vergleichbar mit dem Rekordwert von 11.287 Fällen vom Vortag und liegt deutlich über den 7.334 gemeldeten Neuinfektionen vom Freitag vergangener Woche.

Auch Süditalien verschärft angesichts der steigenden Zahl von Conavirus-Infektionsfällen die restriktiven Maßnahmen. So wollen auch Kalabrien und die Insel Sardinien ab dem kommenden Wochenende ein nächtliches Ausgangsverbot einführen von 00.00 bis 5.00 Uhr. Sardinien denkt an eine zweiwöchige Schließung von Häfen und Flughäfen, um weitere Infektionsherde auf der Insel zu verhindern. Die beiden süditalienischen Regionen folgen somit dem Beispiel der Regionen Kampanien, Lombardei und Latium mit der Hauptstadt Rom, die bereits in den vergangenen Tagen eine nächtliche Ausgangssperre beschlossen haben. Im Piemont und in der Lombardei sind am kommenden Wochenende Einkaufszentren geschlossen. Supermärkte bleiben nach wie vor offen. Unter dem Einfluss der Pandemie stieg die Zahl der Toten in unserem südlichen Nachbarland vom 1. Jänner bis 31. August 2020 um 8,6 Prozent gegenüber dem Durchschnitt des Zeitraums 2015 bis 2019.


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