Längste Naturrodelbahn Tirols wurde in Lienz eröffnet

Die mit 9,7 Kilometern längste Naturrodelbahn Tirols wurde am Hochstein eröffnet.

Vertreter des Lienzer Gemeinderates mit Bürgermeisterin Elisabeth Blanik (4. v. l.) sowie Verantwortliche für den Bau eröffneten gemeinsam den neuen Rad- und Rodelweg, der von der Hochsteinhütte ins Tal führt.
© Christoph Blassnig

Von Christoph Blassnig

Lienz – Der Hochstein, Hausberg der Lienzer, soll zum ganzjährigen Erlebnisberg ausgebaut werden. Ein Mosaikstein in diesem Vorhaben ist ein zum Teil neu angelegter Forstweg zur Hochsteinhütte auf 2023 Metern Seehöhe. Als Vertreter der Grundbesitzer, die in Oberlienz und Lienz daheim sind, sprach Rudolf Stotter bei der Eröffnung gar von einem „Meilenstein“. Die Agrargemeinschaft Patriasdorf habe zur Nutzung ihrer Flächen einen einstimmigen Beschluss gefasst.

Das letzte Stück des Weges bis zur Hütte war auf einer Länge von 680 Metern gänzlich neu zu errichten, um einen Anschluss an bestehende Forststraßen zu schaffen. Im Winter soll die insgesamt 9,7 Kilometer lange Strecke von der Hochsteinhütte bis zum Schloss Bruck Rodler und Skitourengeher begeistern, in den warmen Jahreszeiten Mountain- und E-Biker. „Nach unseren Recherchen haben wir damit die längste Naturrodelbahn Tirols geschaffen“, zeigte sich die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik stolz. Über den ebenfalls neu angelegten Weg von der Pfister zum Schloss Bruck könne man erstmals die Hochsteinhütte erreichen, ohne das Lienzer Gemeindegebiet zu verlassen.

Ausbringen der obersten Schotterschicht im Frühjahr

„Der Baggerfahrer formte den Weg mit schonenden Eingriffen in das Gelände“, berichtete Martin König, Leiter des städtischen Garten- und Forstamtes. „Sprengungen waren nicht nötig, Graspolster konnten unbeschadet versetzt werden.“ Der erste Schnee habe zwar das Ausbringen der obersten Schotterschicht noch heuer verhindert, diese Arbeiten würden jedoch im Frühjahr nachgeholt. Ein Gatter direkt unterhalb der Hochsteinhütte soll das Weidevieh auf der Alm halten. Die Breite des Weges erklärte König so: „Wir müssen die Bahn präparieren und links und rechts Schneewände schaffen können.“

„Der Weg ist ausschließlich für sportliche Aktivitäten vorgesehen, ein Befahren mit Fahrzeugen ist ausgeschlossen“, stellte Blanik klar. Rodler könnten für den Aufstieg auch die ersten beiden Sektionen der Lienzer Bergbahnen nutzen. Von der Sternalm müsse man dann noch zu Fuß bis zur Hochsteinhütte wandern. „Möglichkeiten für einen Transport von Rodeln, beispielsweise für eine Gruppe, sind für mich vorstellbar. Es sollte entsprechende Angebote der Lienzer Bergbahnen geben.“

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