EU-Umfrage - Größte Sorge ist wirtschaftliche Situation

Das Vertrauen in die EU ist auch in Corona-Zeiten laut einer von der EU-Kommission veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage stabil: Eine Mehrheit der Europäer (62 Prozent) vertraut darauf, dass die EU in Zukunft die richtigen Entscheidungen in der Pandemie treffen wird. In Österreich haben nur 50 Prozent Vertrauen, 46 Prozent misstrauen der EU in Hinblick auf das künftige Corona-Management. Die wirtschaftliche Situation wird als die größte aktuelle Herausforderung gesehen.

40 Prozent der Befragten in der EU haben generell ein positives Bild von der Europäischen Union und ebenfalls 40 Prozent ein neutrales; 19 Prozent der Europäer haben indes ein negatives Bild. In Österreich haben nur 34 Prozent der Befragten ein positives Bild von der EU, 29 Prozent haben ein negatives.

Mehr als ein Drittel der Befragten - 35 Prozent EU-weit und 36 Prozent in Österreich - erachtet die wirtschaftliche Situation nun als die größte aktuelle Herausforderung auf EU-Ebene - das ist ein Plus von 16 Prozentpunkten gegenüber Herbst 2019. Mit den Maßnahmen, welche die EU bisher als Reaktion auf die Krise ergriffen hat, sind 45 Prozent der EU-Bürger zufrieden, 44 Prozent sind hingegen unzufrieden. In Österreich hält sich der Anteil der Zufriedenen und der Unzufriedenen mit jeweils 47 Prozent die Waage.

Die am häufigsten genannten Prioritäten der EU-Bürger in Hinblick auf die EU-Krisenreaktion sind: eine Strategie für die Bewältigung künftiger Krisen und die Bereitstellung finanzieller Mittel für die Entwicklung einer Behandlung oder eines Impfstoffs (jeweils 37 Prozent).


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