Beim FC Wacker sind sich alle einig: „Jetzt muss eine Reaktion kommen“

Der Schock sitzt tief. Nach der 0:4-Heimpleite gegen BW Linz soll bzw. muss der FC Wacker Innsbruck am Montag (15.30 Uhr) in Dornbirn punkten.

Gesprächsbedarf – Wackers sportlicher Leiter Alfred Hörtnagl und Präsident Joachim Jamnig (rechts).
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Von Wolfgang Müller

Innsbruck – BW Linz mit dem Triplepack-Torschützen Fabian zeigte schonungslos auf, wo der FC Wacker momentan in der Zweitklassigkeit steht. Irgendwo im Nirgendwo, heißt weit weg von den Spitzenplätzen, dafür nahe an der Abstiegszone. Konsterniert waren am Freitagabend alle nach dem Schlusspfiff – Fans, Spieler, Betreuer und Funktionäre. „So kann man nicht auftreten“, brachte es Trainer Daniel Bierofka auf den Punkt. Er sei in der Halbzeit in der Kabine „laut“ geworden, nach dem Spiel nicht, „denn da kann ich nichts mehr ändern“.

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Ändern muss sich bei den Schwarz-Grünen freilich einiges. „Das 0:4 müssen wir schnell abhaken, den Fokus auf die nächsten beiden Partien richten und die Wende erzwingen“, setzt Alfred Hörtnagl darauf, dass bereits morgen in Dornbirn gepunktet wird. Wie? „Gegen BW Linz waren wir nie im Spiel, das war einfach zu wenig. Mit Kampf, Leidenschaft und Mentalität muss am Montag etwas herausschauen“, so der Sportchef des FC Wacker, der dem Trainer demonstrativ den Rücken stärkt: „Da gibt es keine Diskussion, herrscht absolute Ruhe.“

Das bestätigt auch der Präsident. „Ich habe vollstes Vertrauen in den Trainer und die Mannschaft. Wir sind auf einem Entwicklungsweg und werden nach wenigen Kilometern sicher nicht umkehren“, so Joachim Jamnig, der auch darauf verweist, dass die Vorbereitung auf das Spiel nach dem Covid-Fall am Vortag und den Tests am Freitag für Mannschaft und Umfeld kompliziert war: „Was aber keine Ausrede für die Leistung sein kann. Aber ich bin überzeugt, dass sich Erfolge wieder einstellen. Nur müssen sich alle Kicker bewusst sein, dass das, was vorne auf der Dress steht, viel wichtiger ist als der Name hinten.“

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Heißt gemeinsam statt einsam – damit ist ein leidenschaftliches Kollektiv gemeint. Darauf setzt auch der Trainer. „Dass die Leistung gegen BW Linz nicht gepasst hat, ist den Spielern klar. Wir brauchen körperliche und mentale Stabilität. Das hat uns speziell in der ersten Halbzeit komplett gefehlt“, erklärte Bierofka, der am Montag in Dornbirn (15.30 Uhr) den gesperrten Felix Köchl ersetzen muss. Da Lukas Hupfauf weiter in der Innenverteidigung gebraucht wird – Sefik Abali und Markus Wostry fallen weiter aus –, wird wohl Alex Joppich wieder zum Zug kommen. Einig sind sich jedenfalls alle beim FC Wacker: „Jetzt muss eine Reaktion kommen.“


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