Erstmals über 20.000 aktive Corona-Fälle in Österreich

Am Samstag ist mit 3.614 SARS-CoV-2-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden in Österreich eine immense Steigerung von über 1.000 im Vergleich zum Vortag mit 2.571 vermeldet worden. Damit erreichte auch die Zahl der aktiven Fälle einen Höchststand von 20.273, wie aus den Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium (Stand 9.30 Uhr) hervorgeht.

Derzeit befinden sich 1.177 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung, das ist ein Zuwachs von mehr als 100 Personen - 175 der Erkrankten sind auf Intensivstationen. Aus Wien wurden 970 neue Fälle vermeldet, wobei aus der Bundeshauptstadt selbst im Gegensatz zu den Ministerien „nur“ 777 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet worden sind, dafür wurden hier die 615 Neuinfektionen von Freitag auf den bisherigen Rekordwert von 808 nachkorrigiert - wodurch sich die unterschiedlichen Angaben erklären.

Keine Option ist die Reduktion des Contact Tracing, das die Vorarlberger Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) angekündigt hat, aus Sicht der AGES-Epidemiologin Daniela Schmid. „Ganz und gar nicht“ könne sie eine derartige Aussage „verstehen oder unterstützen“, sagte sie im Ö1-Mittagsjournal. Die Nachverfolgung der Kontaktpersonen sei evidenzbasiert die effektivste Maßnahme gegen die Ausbreitung von SARS-CoV-2. Personelle Ressourcen wären zudem vorhanden.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sieht die Nachverfolgung und Absonderung der engen Kontakte nach Corona-Infektionen in Vorarlberg weiterhin gesichert. Die vom Land tags zuvor gemeldete Einschränkung des Contact Tracing wertete Anschober am Samstag als „Missverständnis“. Denn reduziert werde nur die über die Vorschriften hinausgehende direkte Befragung von K1 und K2-Kontaktpersonen.

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In Wien ist in Sachen Contact Tracing derzeit keine Reduktion angedacht. „Das ist bei uns noch kein Thema“, versicherte ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Die Lage sei „herausfordernd, aber noch machbar“. Zuletzt mussten die Behörden rund 4.000 Kontaktpersonen täglich nachverfolgen.

Die Tiroler Bezirkshauptmannschaften werden sich ab kommender Woche an den Nachmittagen ganz auf die Bekämpfung der Corona-Pandemie konzentrieren. Bürger-Anliegen, die nichts mit dem Coronavirus zu tun haben, sollen auf den Vormittag beschränkt bleiben. Das aufwendige Contact Tracing, das zeitintensive Abarbeiten von behördlichen Maßnahmen oder auch die Ausstellung von Hunderten Quarantänebescheiden stellt laut Landesamtsdirektor Herbert Forster die Bezirkshauptmannschaften zunehmend vor große Herausforderungen.

In Niederösterreich wurde die Unterstützung des Bundesheeres angefordert und zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Contact Tracing sei ein wichtiges Instrument in der Pandemie-Bekämpfung, um Infektionsquellen rasch zu identifizieren und -ketten zu unterbinden, hieß es aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ).


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