Corona-Rekorde in den USA und Deutschland

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages in den USA ist erstmals seit Beginn der Pandemie auf über 80.000 gestiegen. Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) verzeichnete am Freitag 83.757 neue Fälle, rund 12.000 mehr als noch am Vortag. In Deutschland wurden innerhalb eines Tages 14.714 Neu-Ansteckungen registriert, auch das ist Tagesrekord. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass in beiden Ländern mehr getestet wird als im Frühjahr.

Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung in Deutschland überschritt zudem die Marke von 10.000, teilte das Robert Koch-Institut am Samstag mit. Kanzlerin Angela Merkel forderte die Bundesbürger deshalb erneut eindringlich zur Einschränkung der Kontakte auf.

Weiters meldeten Slowenien und Kroatien neue Rekordwerte. In Kroatien wurden in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 2.242 Neuinfektionen verzeichnet, die Positivitätsrate der Testungen lag bei 27,7 Prozent. Slowenien registrierte am Freitag 1.963 neue Fälle, bei einer Positivitätsrate von 27,9 Prozent, zeigten die am Samstag veröffentlichten Zahlen. In beiden Ländern wurden auch bei den Todesfällen höchste Tageswerte seit Beginn der Pandemie verzeichnet.

Tschechien überschritt zum ersten Mal die Grenze von mehr als 15.000 bestätigten Corona-Neuinfektionen pro Tag. Am Samstag meldeten die Gesundheitsbehörden in Prag mit 15.252 neuen Fällen binnen 24 Stunden den bisherigen Rekord-Zuwachs. Die Gesamtzahl der Infektionen seit dem Ausbruch der Pandemie im Frühjahr kletterte auf mehr als 238.000.

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In der Slowakei sind am Samstag landesweite Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten. Bis einschließlich 1. November dürfen die Bürger ihre Wohnungen nur für den Weg zur Arbeit sowie für Lebensmittelkäufe oder andere dringende Besorgungen verlassen. In vier besonders stark von Neuinfektionen betroffenen ländlichen Bezirken an der polnischen Grenze gelten noch strengere Bestimmungen. Dort dürfen Personen, die keinen negativen Corona-Test vorweisen können, außer ins Testlabor fast nirgendwohin gehen - auch nicht zur Arbeit.

Im britischen Wales ging am Freitagabend ein zweiwöchiger Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Kraft. Zudem wurden mehrere Regionen Englands in die höchste Warnstufe eingestuft. Damit gelten ab nun für 7,3 Millionen Briten strengere Maßnahmen. In Neapel gab es nach Straßenprotesten gegen die am Freitagabend eingeführte Ausgangssperre von 23.00 Uhr bis 5.00 Uhr zwei Festnahmen wegen Drogendelikten. Ermittlungen zur Identifizierung weiterer Personen, die für Angriffe auf die Polizei verantwortlich gewesen sein sollen, sind im Gange.

Asien überschritt unterdessen als zweite Region auf der Welt nach Lateinamerika die Marke von zehn Millionen Corona-Infektionen. Das sind rund ein Viertel der global registrierten 42,1 Millionen Ansteckungen, wie aus einer Reuters-Erhebung aus offiziellen Daten hervorgeht. Experten vermuten allerdings eine hohe Dunkelziffer. Der Anteil bei den Todesfällen liegt mit mehr als 163.000 bei rund 14 Prozent.

Besonders betroffen sind dort Indien, Bangladesch, Indonesien und die Philippinen. China und Neuseeland haben das Virus dagegen eindämmen, Japan eine beschleunigte Ausbreitung verhindern können. Allerdings haben sich die Neuinfektionszahlen in Indien und Bangladesch zuletzt etwas abgeschwächt.

Laut WHO erhielten aufgrund der weltweiten Pandemie vermutlich 80 Millionen Babys unter einem Jahr in diesem Jahr keine Impfung gegen Polio. 2020 dürfte das schwerste Jahr sein, das die Männer und Frauen je erlebt haben, die sich weltweit für die Ausrottung der Krankheit einsetzen, berichtete die Weltgesundheitsorganisation anlässlich des Welt-Polio-Tags am Samstag.


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