Coronavirus: Slowenien schränkt Bewegungsfreiheit weiter ein

Slowenien schränkt wegen stark steigender Zahlen bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus die Bewegungsfreiheit seiner Bürger weiter ein. Ab Dienstag dürfen Bürger die eigene Gemeinde ohne triftigen Grund nicht mehr verlassen, wie Ministerpräsident Janez Jansa mitteilte. Auch in Tschechien drohen nach weiteren 7.301 Neuinfektionen weitere Einschränkungen. In Italien gibt es unterdessen vermehrt Proteste gegen die Corona-Maßnahmen.

Schon seit einer Woche sind Bewegungen zwischen den zwölf Regionen des Landes nicht mehr erlaubt. Ebenfalls seit einer Woche gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 21.00 bis 06.00 Uhr. Seit dem Wochenende sind Geschäfte - außer etwa Lebensmittelläden - und Hotels geschlossen. Die neue Regelung gilt zunächst für sieben Tage. Sie könne von da an in jenen Regionen zurückgenommen werden, in denen die Ansteckungszahlen sinken, fügte Jansa am Sonntagabend hinzu. Das kleine EU-Land mit zwei Millionen Einwohnern kämpft mit einem besonders heftigen Infektionsgeschehen.

Das kleine EU-Land mit zwei Millionen Einwohnern kämpft mit einem besonders heftigen Infektionsgeschehen. Am Samstag sei bei 1.675 Menschen das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte die Gesundheitsbehörde in Ljubljana am Sonntag mit. Das waren mehr als doppelt so viele wie eine Woche zuvor.

Trotz Ausgangsbeschränkungen bleiben die Corona-Neuinfektionen in Tschechien auf einem dramatisch hohen Niveau. Am Sonntag kamen 7.301 bestätigte Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium in Prag am Montag bekanntgab. Das war die höchste Zahl an einem Sonntag seit Beginn der Pandemie. An Wochenenden wird grundsätzlich weniger getestet. Regierungschef Andrej Babis schwor die Bevölkerung in einem Social-Media-Video auf weitere Einschränkungen und eine Verlängerung des Notstands ein. Bereits seit Donnerstag ist die Bewegungsfreiheit der Menschen eingeschränkt. Zudem sind die Schulen sowie die meisten Geschäfte geschlossen.

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In Italien mehren sich Protestdemonstrationen gegen die von der Regierung neu beschlossenen restriktiven Maßnahmen zur Eingrenzung der Coronavirus-Pandemie. Eine Gruppe schwarz gekleideter Personen versammelte sich etwa am Sonntagabend vor dem Sitz der Region Lombardei in Mailand und protestierte gegen die Sicherheitsvorkehrungen. Zu ähnlichen Demonstration kam es auch in Neapel. In Catania wurden Knallkörper gegen den Polizeisitz geworfen. Im sizilianischen Syrakus demonstrierten hunderte Menschen gegen die Schließung der Lokale um 18.00 Uhr, sowie gegen die komplette Sperre von Kinos, Theatern, Sportzentren und Schwimmhallen.

Die Regierung in Rom verurteilte die gewaltsamen Proteste. „Wer die Sicherheitskräfte angreift, ist ein Feigling“, kommentierte Außenminister Luigi Di Maio, Spitzenpolitiker der stärksten italienischen Regierungspartei „Fünf Sterne“. Regierungschef Giuseppe Conte warnte davor, dass Protestbewegungen von rechtsradikalen und umstürzlerischen Gruppen unterwandert werden könnten.

Die Bewohnter der australischen Metropole Melbourne können hingegen aufatmen. Nach fast vier Monaten wird der wegen des Coronavirus verhängte Lockdown aufgehoben. Nachdem erstmals seit Anfang Juni keine täglichen Neuinfektionen oder Todesfälle registriert wurden, endet die Ausgangssperre um Mitternacht in der Nacht auf Mittwoch, wie die Behörden am Montag mitteilten. Restaurants, Schönheitssalons und Einzelhandelsgeschäfte in der zweitgrößten Stadt des Landes dürfen wieder öffnen.


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