Konkurrenzfähig auf jeden Fall, aber die WSG braucht dringend Zielwasser

Zum wiederholten Male starb die WSG Tirol beim 1:1 gegen Schlusslicht Hartberg den Chancentod. Auch die Unparteiischen entschieden einmal mehr in strittigen Situationen nicht zu Gunsten der Silberberger-Elf.

Den abschließenden Matchball für die Tiroler ließ in der Nachspielzeit Florian Rieder liegen.
© GEPA pictures/ Patrick Steiner

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck –Allein fünfmal (3x Yeboah, Dedic, Rieder) stand die WSG Tirol am Sonntagnachmittag mutterseelenallein vor Hartberg-Keeper Rene Swete. Getroffen haben die Tiroler dabei aber nur einmal. „Und das war sicher der schwerste Ball von allen“, wie Trainer Thomas Silberberger den Führungstreffer von Kelvin Yeboah nach starkem Petsos-Assist treffend einordnete. Weil der völlig alleingelassene Rajko Rep in der 74. Minute aber noch zum Ausgleich einköpfelte, trottete die WSG bedient vom Feld.

🎥 Videobeitrag: Punkteteilung bei WSG Tirol - Hartberg

Doch von (zu) großer Enttäuschung wollte der Coach nichts wissen: „Wir haben wieder gesehen, dass wir konkurrenzfähig sind. Wir hatten mehr als genug Chancen.“ Dass in Durchgang eins auch ein regulärer Gugganig-Treffer aberkannt und ein angebliches Naschberger-Offensivfoul abgepfiffen wurde, kam erschwerend hinzu. „Das ist einfach ein Witz“, sehnt Silberberger den Videobeweis herbei. „Bis der kommt, ist es müßig, darüber zu diskutieren.“ Für die ein oder andere Diskussion sorgten auf der Tribüne auch die Corona-Bestimmungen. Kein Würstel, kein Getränk, dafür eine Maskenpflicht im Freien – es ist kein Wunder, dass sich gerade einmal 680 „Hartgesottene“, darunter Ex-Wacker-Trainer Thomas Grumser, im Tivoli einfanden ...

Nicht im Stadion zu finden war auch Fabian Koch, der Natterer fehlte – der Covid-Verdacht erhärtete sich zum Glück nicht – wegen einer Grippe. Zwei Corona-Patienten standen gestern wieder am Trainingsplatz, der dritte soll Mitte der Woche wieder einsteigen.

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Den Sicherheitsabstand einzuhalten, war am Sonntagnachmittag im Tivoli bei 680 Zuschauern das geringste Problem.
© Michael Kristen

So richtig zufrieden – zumindest mit der persönlichen Leistung – konnte eigentlich nur einer sein: Johannes Naschberger lieferte in der Mittelfeldzentrale ein starkes Startelfdebüt ab: „Ich war ein bisschen nervös“, gestand der 20-Jährige. „Aber ich habe mich voll auf das Spiel konzentriert.“ Er und seine Kollegen müssten nun „an der Chancenauswertung arbeiten“. Das unterschreibt sein Coach sofort – am kommenden Samstag steht auswärts bei Meister Salzburg aber wohl erst einmal wieder die Defensive im Blickpunkt.

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