Deutscher Bundestagsvizepräsident Oppermann gestorben

Der deutsche Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur völlig überraschend gestorben. Zuvor hatten RTL und ntv den Tod des SPD-Politikers gemeldet. Demnach brach der 66-Jährige am Sonntagabend bei TV-Arbeiten mit dem ZDF zusammen und wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich erschüttert über den Tod des SPD-Politikers. „Ich bin bestürzt und traurig über den viel zu frühen Tod Thomas Oppermanns“, erklärte Merkel am Montag. Sie habe ihn über viele Jahre als „verlässlichen und fairen sozialdemokratischen Partner in großen Koalitionen geschätzt“.

Als Vizepräsident des Bundestags habe er sich „in turbulenter Zeit um unser Parlament verdient gemacht“. Seiner Frau und seinen Kindern gelte ihr „aufrichtiges Beileid“.

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zeigte sich am Montag auf Twitter ebenfalls tief bestürzt. Die Nachricht vom plötzlichen Tod Oppermanns erfülle ihn mit tiefer Trauer, schrieb er. „Thomas hat sich mit Leidenschaft und Verstand um unser Land und die Sozialdemokratie verdient gemacht.“

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Der Niedersachse Oppermann hatte Ende August angekündigt, bei der kommenden Bundestagswahl nicht erneut antreten zu wollen. „Nach 30 Jahren als Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag und im Deutschen Bundestag ist für mich jetzt der richtige Zeitpunkt, noch einmal etwas anderes zu machen und mir neue Projekte vorzunehmen“, hatte er erklärt.

Oppermann war von 2013 bis 2017 Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Seinen Wahlkreis Göttingen gewann er viermal hintereinander direkt. Zuletzt setzte sich der 66-Jährige besonders für eine Verkleinerung des Bundestags und eine Reform des Wahlrechts ein.


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