Wirtschaftsbund revoltiert gegen die K1-Regelungen

Es ist eine Liste von 209 besorgten, aber auch empörten Bürgern. Darunter Unternehmer, Bürgermeister, Eltern.

LA und WB-Bezirksobfrau Cornelia Hagele fordert Umdenken.
© Thomas Boehm / TT

Telfs – Es ist eine Liste von 209 besorgten, aber auch empörten Bürgern. Darunter Unternehmer, Bürgermeister, Eltern. Auf Platz 76 befindet sich sogar Nationalratsabgeordneter und Wirtschaftsbundobmann Franz Hörl (VP). Sie alle sind einem Schreiben der Telfer Vizebürgermeisterin, Landtagsabgeordneten und WB-Bezirksobfrau Cornelia Hagele angehängt. Selbiges hat Hagele vor Kurzem sowohl an Bundeskanzler Sebastian Kurz (VP) als auch an Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Wirtschaftskammerpräsidenten Harald Mahrer verschickt.

Hagele, selbst kürzlich als K1-Person in Heimquarantäne, ruft im Namen aller Unterstützenden Kurz und Co. darin zu einem raschen und effektiven Umdenken der geltenden K1-Regelungen, aber auch einem anderen Pandemie-Umgang mit Kindern und Schülern auf. Während sich das medizinische Wissen zum Virus verändert habe, sei der Umgang insbesondere mit als „K1“-klassifizierten Personen gleich geblieben, schreibt Hagele. Für betroffene Kleinunternehmer komme dies aber de facto einem „Shutdown“ ihrer Betriebe gleich, wenn gesunde Mitarbeiter in Quarantäne geschickt würden. Eine Variante, so Hagele, könnte sein, dass für negativ getestete Kontaktpersonen die Quarantäne aufgehoben wird.

Aber auch die aktuelle Situation für Kinder und Schüler sei so nicht länger hinzunehmen, heißt es in dem Schreiben. Der Heimunterricht sei für viele Eltern wie Schüler „nicht mehr handhabbar“. Zusätzliche Betreuungszeiten würden wiederum die Wirtschaft belasten, weil Mitarbeiter fehlen.

„Ich weiß nicht, wie lange es unsere Leute noch hinnehmen. Die Spaltung der Gesellschaft schreitet – so wie das Virus – exponentiell voran“, appelliert Hagele. Demos gebe es bereits, es würden nicht die letzten sein. (TT, mami)

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