9 Plätze, 9 Schätze: Auftrag für die Mühlenfreunde in Tirol

Die Strutz-Mühle in der Steiermark wurde, sehr zur Freude der Haiminger Mühlenfreund­e, in der Sendung „9 Plätze, 9 Schätze“ zum schönsten Platz Österreichs 2020 gekürt.

Johann Glatzl hat selbst vor genau 25 Jahren eine eigene Mühle in Haiming errichtet.
© Glatzl

Haiming – Die Strutz-Mühle in der Steiermark wurde nun also im Rahmen der Sendung „9 Plätze, 9 Schätze“ zum schönsten Platz Österreichs 2020 gekürt. Mit besonderer Begeisterung wird das in der „Gesellschaft der Österreichischen Mühlenfreund­e“ registriert, deren Tiroler Landessprecher, der Haiminger Landwirt Johann Glatzl, auch einen Auftrag sieht: „Es war eine einmalige Gelegenheit, die Mühle – als eine der wichtigsten Erfindungen der Menschheit und bedeutendes Kulturgut – wieder in das Bewusstsein der Gesellschaft zu rufen und ihr jenen Stellenwert zurückzugeben, den sie verdient“, sagt Glatzl.

Seitens der Mühlenfreunde wurde die Strutz-Mühle bei diesem Wettbewerb der schönsten Plätze auch beworben und unterstützt. Insgesamt hat es sich die Gesellschaft zum Ziel gesetzt, alle bestehenden Mühlen Österreichs – Getreidemühlen, Hammerschmieden und Sägewerke – sowie ehemalige Standorte aufzuspüren und zu kartieren. „In Tirol gab es einst an die 2500 Mühlen, etwas mehr als 100 sind erhalten“, so Glatzl. In ganz Öster­reich gehe man von rund 15.000 aus – etwas mehr als 1600 haben die Mühlenfreunde mittlerweile in ihrer Datenbank (www.muehlenfreunde.at) erfasst.

Landessprecher Glatzl ist viel im Bezirk Imst unterwegs. Mittlerweile hat er gut 40 Standorte von Mühlen im Ötztal und weitere 20 im Pitztal ausfindig gemacht. Zuletzt beschäftigte er sich mit der Omes-Mühle zwischen Axams und Birgitz, aber auch mit ehemaligen Standorten in Waidring und St. Johann. „Wir sind immer dankbar für Hinweise“, freut sich Glatzl über das steigende Interesse an den ehemals so wichtigen Einrichtungen. (pascal)


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