Experte für Corona-Provisorium für ältere Arbeitslose

Walter Pöltner, Vorsitzender der Alterssicherungskommission, sieht angesichts der Covid-Pandemie Handlungsbedarf für die Politik im Pensionsbereich. Dies aber nur für die - nicht allzu große - Gruppe von Menschen nahe am Pensionsalter, die in einer besonders schwierigen Lage sind, also z.B. ihren Job verloren haben oder krank sind, und keine Chance haben, am eng gewordenen Arbeitsmarkt noch einmal unterzukommen. Details zu überlegen wäre Sache der Politik, sagte Pöltner.

Für Menschen, „die ein gewisses Alter erreicht haben, zu alt, zu krank für den Job sind, zu jung für die Pension“ sollten sich die „soziale kompetenten“ Parteien um eine Lösung bemühen - also eine Möglichkeit, dass z.B. 59- oder 60-jährige Männer jetzt schon in Pension gehen können statt noch zwei, drei Jahre Arbeitslosengeld zu beziehen.

Man sollte „vielleicht schauen“, ob man Provisorien für zwei, drei Jahre befristet schafft, damit diese Menschen „gerade bei Covid vielleicht doch früher aus dem Erwerbsleben aussteigen können“, hatte Pöltner im Mittwochs-“Kurier“ angeregt. Präzisieren wollte er seine Anregung auf APA-Anfrage nicht. Wie hoch die Pension dann ausfallen sollte (also ob es „Abschläge“ geben soll), welche Altersgruppen unter welchen Voraussetzungen erfasst werden sollte - das zu überlegen wäre Sache der Politik.

Er wolle nur den „Denkanstoß“ geben, dass man sich um diese Gruppe kümmern sollte. Das sei, so Pöltner mit Blick auch auf die Hacklerregelung, eine Frage der „Gerechtigkeit zwischen den Versicherten“: „95 Prozent der abschlagsfreien Hackler gehen aus dem Erwerbsleben in Pension, obwohl sie diese nicht sofort bräuchten. Die, die sie brauchen, haben keine Lobby. Das stört mich.“

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