Rehwildfütterung sorgt in Imst für Diskussion

Der Bau einer Rehwildfütterung warf im Imster Gemeinderat zuletzt Fragen auf. Doch die Genehmigungen liegen alle vor.

Auf insgesamt 16 Quadratmetern wurde die kleine Rehwildfütterung errichtet. Im Gemeinderat zeigt man sich über den Bau erstaunt.
© Knabl

Von Alexander Paschinger

Imst – Unter dem Punkt „Allfälliges“ fragte zuletzt der grüne Imster Gemeinderat Helmut Knabl in der Oktobersitzung nach, was man denn über den Bau einer Wildfütterung im Bereich der Obermarkter Jagd wisse. Die Antwort war ein Achselzucken seitens der Stadtführung. Inzwischen steht die kleine Rehwildfütterung und weder Bürgermeister Stefan Weirather noch sein Vize Gebhard Mantl wissen näher Bescheid. Seitens des Jagdpächters und der Bezirkshauptmannschaft kommt eine klare Antwort: Alle Genehmigungen liegen vor und der Bau ist rechtskonform.

Er brauche die Zustimmung des Grundeigentümers (der Gemeindegutsagrar Oberstadt-Melkalpe, Anm.) – „die habe ich“, so Jagdpächter Thomas Scheiber. Er brauche die Zustimmung von Forstbehörde, Jagdbehörde und müsse eine Rodungsanzeige machen – allesamt beantwortet Scheiber mit: „Habe ich.“ Selbiges wird auch von Bezirkshauptmann Raimund Waldner bestätigt. Nach einer neuerlichen Nachfrage bei der BH Imst wurde in den vergangenen 14 Tagen die Anlage dann errichtet.

„Ganz früher gab es bereits eine Rehwildfütterung“, erklärt der Pächter. Nach Rücksprache und in enger Absprache mit Hegemeister und Bezirksjägermeister wurde die Errichtung einer neuen Rehwildfütterung angegangen. „Rehwild ist im Gegensatz zu Rotwild standorttreu“, erklärt Scheiber. Deshalb habe er sich entschlossen, in diese Fütterung zu investieren. Auch die Standortwahl sei nach Abklärung mit den Jagdexperten getroffen worden: In diesem Bereich komme es zu keiner Beunruhigung des Wildes, weil dort – schon aufgrund der Lawinengefahr – keine Tourengeher unterwegs seien. „Ich werde um die Fütterung jedenfalls einen Bogen machen, falls ich dort einmal unterwegs bin“, meint GR Knabl.

„Eine Versorgung über die Rodelbahn wird es aber nicht spielen“, betont VBM Mantl. Das ist Scheiber sehr wohl bewusst: „Im Vorratsraum der Fütterung sind Futtermittel entsprechend eingelagert, auch in der Jagdhütte gibt es Vorräte.“ Und sollte es wider Erwarten ausgehen, dann werde er versuchen, mit den Bergbahnen eine Lösung zu finden – „aber es ist alles so dimensioniert, dass es keine Probleme gibt“, so Scheiber.

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