Zwei Portale, ein Zugang für Tirols Schulen

Die Web-Portale der Bundes- und der Pflichtschulen sollen in Tirol bald miteinander verknüpft werden.

Schüler der fünften Klasse sollen ab dem kommenden Schuljahr günstige Tablets oder Notebooks bekommen.
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Wien – Das Bildungsministerium treibt die Digitalisierung in Schulen voran. Ab dem Schuljahr 2021/22 sollen Kinder der fünften Schulstufe mit Tablets oder Notebooks ausgestattet werden – im ersten Jahr sollen auch Schüler der sechsten Klasse mobile Endgeräte bekommen. Im Ressort geht man davon aus, dass 80.000 bis 160.000 Geräte benötigt werden.

Genaue Zahlen gibt es noch nicht, da die Schulen selbst entscheiden können, ob sie das Angebot annehmen. Die Teilnahme am Programm bedingt ein Digitalisierungskonzept der Schulen. Bis 18. Dezember sollen sie jedenfalls der jeweiligen Bildungsdirektion Bescheid geben. Dann soll nämlich erst der Beschaffungsprozess starten. Fix ist, zur Auswahl stehen drei Betriebssysteme. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) glaubt, dass die allermeisten Schulen an dem Projekt teilnehmen werden, wie er gestern bei der Präsentation des Vorhabens sagte.

Kosten für die Eltern? Der private Finanzierungsanteil beträgt 25 Prozent für das mobile Endgerät. Einkommensschwache Haushalte – etwa Bezieher von Sozialhilfe – sind vom Selbstbehalt ausgenommen. Für Pädagogen soll es auch eine gewisse Anzahl an Tablets oder Notebooks geben.

Im Rahmen der Digitalisierungsoffensive wurde für Schüler, Lehrer und Eltern das einheitliche „Portal Digitale Schule“ – kurz PoDS – entwickelt. Mit einem Login – also mit einem Benutzernamen und Passwort – können unter www.pods.gv.at etwa das elektronische Klassenbuch, das Verwaltungsprogramm Sokrates oder die Contentportale Eduthek und Edutube abgerufen werden. Bereits seit Ende September haben Lehrer und Schüler Zugang. Ab Dezember sollen auch die Eltern bzw. die Erziehungsberechtigten auf das Portal zugreifen können. Vorerst gilt dies aber nur für die Bundesschulen. Die Pflichtschulen – dafür sind die Länder zuständig – sollen ab Herbst 2021 zur Teilnahme „eingeladen“ werden.

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So lange dürfte es in Tirol nicht dauern. Derzeit werke man daran, die Plattform „Tiroler Schulnetz“ (TSN) mit PoDS zu verknüpfen, sodass künftig für beide Plattformen nur noch ein Login nötig ist, erklärt Präsidialsektionschefin Iris Rauskala. Mit dem Portal TSN sei Tirol im Pflichtschulbereich österreichweit am weitesten. Einige technische Hürden gebe es noch zu überwinden. Zuerst sollen die Pädagogen Zugriff erhalten – bis Weihnachten soll deren Integration so weit sein, wie Rauskala sagt.

PoDS ist nicht nur für Desktops konzipiert, sondern auch für mobile Geräte wie Tablets und Smartphones. (sas)


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