LASK gegen Bulgariens Serienmeister heiß auf „Dreier“

Im „Bonusspiel“ bei Tottenham zum Auftakt ohne Punkte geblieben, peilt der LASK am Donnerstag (18.55 Uhr/live DAZN) das erste Erfolgserlebnis in der laufenden Fußball-Europa-League an. Im Heimspiel gegen Bulgariens Serienmeister Ludogorez Rasgrad wollen die „Athletiker“ ihre altbekannten Tugenden ausspielen und als Sieger hervorgehen. „Unser Ziel sind drei Punkte“, stellte LASK-Coach Dominik Thalhammer klar.

Wie gut das 0:3 beim haushohen Favoriten Tottenham verdaut wurde, zeigte der überzeugende Auftritt beim 4:0 gegen St. Pölten am vergangenen Wochenende. „Wenn wir eine ähnliche Herangehensweise haben und einige Dinge noch optimieren, dann werden wir morgen ein sehr, sehr gutes Spiel machen“, zeigte sich Thalhammer überzeugt. Dass bei Ludogorez am Wochenende der Tscheche Pavel Vrba von Interimscoach Stanislaw Gentschew abgelöst wurde, mache die Sache „natürlich komplizierter, wir haben uns aber ein gutes Bild über die Mannschaft gemacht“, sagte Thalhammer.

Der Ex-ÖFB-Frauen-Teamchef muss zwar weiterhin auf Mittelfeldroutinier James Holland („Noch ein bisschen zu früh“) verzichten, hat mit dem nach langer Verletzungspause wieder zurückgekehrten Thomas Goiginger aber einen wichtigen Mann zurück - der gegen St. Pölten als „Joker“ netzte. „Wir wissen, dass die erste Pressinglinie sehr wichtig ist, da ist er ein wichtiger Spieler für uns. Wir freuen uns, dass wir da wieder viele Optionen haben“, stellte Thalhammer fest.

Die Entwicklung seines Teams sei erfreulich. „Wir können klare Überlegenheiten am Platz herstellen und haben jetzt nicht nur gegen den Ball eine große Funktionslust, sondern auch mit dem Ball“, betonte der 50-Jährige. „Wir sind aber noch lange nicht am Ende, die Mannschaft will sich weiterentwickeln.“ Vor allem im letzten Drittel gebe es noch Entwicklungsmöglichkeiten.

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Mit den Bulgaren, die freilich zum größten Teil aus Legionären bestehen, kommt jedenfalls kein einfacher Gegner auf Alexander Schlager und Co. zu. Der neunfache Meister (2012 bis 2020) ist seit Jahren Europacup-Dauergast und war in den jüngsten acht Saisonen (inklusive der jetzigen) siebenmal in einer Gruppenphase vertreten. Zweimal sogar erreichte man die Königsklasse. Der Kader - u.a. mit Ex-Altacher Bernard Tekpetey - verfügt dementsprechend über international erfahrene Kicker, die zum Europa-League-Auftakt in der Vorwoche zuhause beim 1:2 gegen Royal Antwerpen aber ohne Zählbares blieben und dementsprechend auf einen Erfolg drängen.

Vor dem Abflug nach Linz war der Respekt vor dem selbsternannten „Stolz von Oberösterreich“ aber hörbar. „Der LASK hat Sporting eliminiert, das zeigt, was für eine starke Mannschaft das ist“, sagte Gentschew. Dennoch wolle man drei Punkte. „In den jüngsten drei Partien haben wir nur einen Sieg geschafft, und Ludogorez ist keine Mannschaft, die es gewohnt ist, nicht zu gewinnen“, erklärte Gentschew. Der von Verletzungssorgen geplagte Coach muss allerdings u.a. auf den spanischen Goalgetter Higinio Marin verzichten, auch Cagliari-Leihe Kiril Despodow, in der Vorsaison für Sturm Graz aktiv, wird fehlen.


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