Libanon und Israel verhandeln über umstrittene Seegrenze

Der Libanon und Israel haben im Rahmen einer vor zwei Wochen begonnenen Verhandlungsrunde erstmals über ihre umstrittene Seegrenze im Mittelmeer gesprochen. Die libanesische Delegation habe bei dem Treffen Karten und Dokumente zu den Streitfragen vorgelegt, hieß es am Mittwoch aus libanesischen Militärkreisen. Nach Angaben der UNO sollen die Gespräche am Donnerstag fortgesetzt werden.

Der Libanon und Israel befinden sich offiziell im Kriegszustand. Umstritten ist der Grenzverlauf im Mittelmeer, wo beide Länder Gasvorkommen für sich beanspruchen. Bei den Gesprächen geht es nach Aussagen beider Seiten nicht um eine diplomatische Annäherung, sondern ausschließlich um die gemeinsame Seegrenze.

Die Verhandlungsrunde im UNO-Hauptquartier in Nakura im Südlibanon hatte Mitte Oktober mit einem kurzen protokollarischen Treffen begonnen. Es war die erste Begegnung dieser Art seit 30 Jahren.

An der Landgrenze beider Staaten kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen Israels Armee und der libanesischen Hisbollah. Die Schiitenmiliz ist eng mit Israels Erzfeind Iran verbunden. Israel hat sich in diesem Jahr bereits mit den arabischen Staaten Vereinigte Arabischen Emirate (VAE), Bahrain und dem Sudan auf eine Normalisierung der Beziehungen geeinigt.

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