Drei Tote und sechs Verletzte bei Messerattacke in Nizza

Bei einer blutigen Messerattacke in Nizza sind nach einer vorläufigen Bilanz am Donnerstag drei Menschen getötet und sechs weitere verletzt worden. Das bestätigten Polizeikreise in Paris. Demnach wurde u.a. eine Frau enthauptet. Frankreichs Innenminister Gerald Darmanin bestätigte den Vorfall, ohne zunächst Details zu nennen. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft wurde beauftragt, die Ermittlungen zu übernehmen. Der Täter soll „Allahu Akbar“ gerufen haben.

Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi twitterte, der mutmaßliche Täter sei festgenommen worden. Estrosi zufolge gleicht die Tat einem terroristischen Anschlag. „Ohne Zweifel“ passe die Art und Weise zu dem Mord am Geschichtslehrer Samuel Paty vor wenigen Tagen. Zu Journalisten sagte Estrosi, die Opfer seien auf „entsetzliche Art“ getötet worden. Der Täter habe immer wieder „Allahu Akbar“ - arabisch für „Gott ist groß“ - gerufen, selbst nach seiner Festnahme noch. Das Motiv für die Tat blieb zunächst aber unklar. Estrosi zufolge wurde der Angreifer bei seiner Festnahme angeschossen. „Er ist auf dem Weg ins Krankenhaus, er ist am Leben.“

Auch in der Nähe der südfranzösischen Stadt Avignon gab es einen mutmaßlich islamistischen Angriff auf Passanten. Ein Mann habe in dem Ort Montfavet mehrere Menschen mit einer Pistole bedroht, teilte die Polizei mit. Die Polizei habe den Mann erschossen. Der Hörfunksender Europe 1 meldete, der Angreifer habe „Allahu akbar“ (Gott ist groß) gerufen. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt.

Unterdessen wurde ein Wachmann des französischen Konsulats im saudiarabischen Jeddah bei einem Messerangriff verletzt. Der einheimische Angreifer sei festgenommen worden, wie die französische Botschaft in dem Land am Donnerstag in einer Erklärung bekanntgab. Der Wachmann sei ins Krankenhaus gebracht worden, er sei aber nicht in Lebensgefahr.


Kommentieren


Schlagworte