Oktober mit besonders vielen Bränden in Brasiliens Pantanal

Die schlimmen Brände in Brasiliens Pantanal, einem der größten Binnenland-Feuchtgebiete der Welt, wüten weiter. 21.085 Brandherde seit dem 1. Jänner registrierte das brasilianische Institut für Weltraumforschung (Inpe), das Satellitenbilder auswertet, bis Donnerstag. Vom 1. bis 29. Oktober waren es 2.825 Brandherde. Somit war es laut Inpe bereits kurz vor Monatsende einer der Oktober mit den meisten Bränden im Pantanal.

Seit Monaten toben die Brände im Pantanal, sie zerstörten nach jüngsten Daten der Bundesuniversität Rio de Janeiro schon mehr als 41.000 Quadratkilometer des Feuchtgebiets in den brasilianischen Bundesstaaten Mato Grosso und Mato Grosso do Sul. Das ist laut der Zeitschrift „Nature“ mehr als das Doppelte der bei den Waldbränden in Kalifornien verbrannten Fläche.

Das Feuchtgebiet, das sich von Brasilien auch auf die Nachbarländer Bolivien und Paraguay erstreckt, besteht aus einem verzweigten System von Flüssen und Seen und ist ein einzigartiges Natur- und Touristenparadies. Beheimatet sind dort außerdem eine der dichtesten Jaguar-Populationen der Welt sowie Hunderte Vogelarten, darunter der bedrohte Hyazinth-Ara.

In dem Feuchtgebiet herrscht die größte Trockenheit in fast 50 Jahren, so dass ein Funke genügt, um einen Brand zu entfachen. Wie das Amazonas-Gebiet wird auch das Pantanal durch Landnahme für landwirtschaftliche Nutzung bedroht. Kritiker werfen dem rechten Präsidenten Jair Bolsonaro vor, ein Klima geschaffen zu haben, in dem sich Farmer zu immer mehr Brandrodungen ermutigt fühlen.

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