Schwazer Stadtschreiber auf Suche nach Gegenstück zu kapitalistischer Industrie

Felix Geiser ist der 32. Stadtschreiber in Schwaz.
© Dähling

Schwaz – Seit einem Monat lebt Felix Geiser im Franziskanerkloster in Schwaz und lässt sich inspirieren. Und zwar für seinen Debütroman „Werkstadt“ (Arbeitstitel). Der 29-jährige Deutsche wurde vom Schwazer Literaturforum aus 150 Autoren ausgewählt, die sich für das Stadtschreiber-Stipendium bewarben.

Bis Ende November kann sich der Münchner nun bei freier Kost und Logis und 1200 Euro Taschengeld monatlich ganz seiner literarischen Schaffenskunst hingeben. Und die ist beeindruckend, denn aufgrund der Qualität seiner politisch engagierten Texte wurde er zum 32. Stadtschreiber der Silberstadt gekürt. An seinem Erstlingswerk arbeitet der studierte Literat und Soziologe seit zwei Jahren. Es war Teil seiner Masterarbeit in Hildesheim und befasst sich mit dem größten Fabrikareal der Welt – dem VW-Werk in Wolfsburg. In seinem Roman schlittert das Werk in die Pleite. Fünf Protagonisten wollen auf der Suche nach dem Gegenstück zum kapitalistischen Industriemodell auf dem 6,5 km² großen Areal neues Leben aufbauen. „Es geht um die Probleme und Strukturen, die dort entstehen. Um die Auswirkungen auf die Stadt und um die Möglichkeiten“, sagt Geiser. Obwohl noch viel zu schreiben ist, steht für den Autor bereits fest, dass die erträumten Zukunftspläne scheitern werden.

Geplant ist, dass Geiser am 24. November um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Schwaz aus seinem Werk vorliest. (ad)

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