Mann in Bangladesch wegen Umgangs mit Koran angezündet

Ein Mob hat in Bangladesch einen Mann angezündet und dazu „Allahu akbar“ geschrien. Ein Video der Tat machte in den sozialen Medien in dem mehrheitlich muslimischen Land die Runde. Zwei Männer sollen zuvor einem Imam gesagt haben, dass Islamisten illegale Waffen in dessen Moschee gelagert haben könnten. Bei der Suche nach den Waffen sei mit dem in einem Regal stehenden Koran und anderen heiligen Büchern nicht respektvoll umgegangen worden.

Nachbarn hätten die beiden Männer daraufhin in einem Raum eingesperrt, sagte ein Polizeisprecher. Dann seien mehrere Hundert Muslime gekommen, hätten einen der Männer herausgeholt, verprügelt und anschließend in Brand gesteckt. Er erlag seinen schweren Verbrennungen.

Die Polizei fand in der Moschee keine Waffen. Den überlebenden Mann nahmen die Beamten mit.

Bangladesch gehört nach Angaben der Vereinten Nationen zu den am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Immer wieder kommt es in dem südasiatischen Staat wegen Gerüchten oder Aberglauben zu Gewalttaten. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 50 Menschen von Mobs getötet, wie die Nichtregierungsorganisation Ain o Salish Kendra schreibt.


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