Kickl und Hofer: FPÖ-Doppelspitze als blauer Krisenfall

Die freiheitlichen Ex-Minister Norbert Hofer (r./FPÖ) und Herbert Kickl (FPÖ).
© APA

Wien – Was die Ideologie angeht, sind sich Parteichef Norbert Hofer und der oberösterreichische Landeschef Manfred Haimbuchner einig. Sie vertreten einen stramm nationalen Kurs. Doch beide wollen auch mit ruhigem Ton nach Anerkennung im konservativ-bürgerlichen Lager heischen.

Ihnen gegenüber hat sich Klubobmann Herbert Kickl positioniert. Er hat, anders als Haimbuchner und Hofer, nichts mit Burschenschaftern am Hut, er ist auch bei keiner schlagenden Verbindung. Kickl hat nur eine Ideologie, und das ist der Rechtspopulismus.

Bei der letztwöchigen Parteisitzung hat er in seinem Referat klargemacht, dass der laute Ton und pointierte Weg, für den er steht, erfolgreich war. Bis zum Absturz von Heinz-Christian Strache. Kickl will den populistischen Weg fortsetzen. Unterbrochen wurde seine Rede von lautem Applaus. Als er sagte, er klebe nicht an seinem Stuhl, man könne einen anderen Weg gehen, wurde laut Zustimmung für Kickls Frontalopposition bekundet. Hofer beobachtete nahezu regungslos die Sitzung.

„Was heißt Doppelspitze?“, fragt ein Ohrenzeuge. Und wie reagierte Haimbuchner? Gar nicht. Er war bei der Sitzung nicht dabei. Eine Diskrepanz zwischen Haimbuchner und Kickl will aber keiner ausmachen. (misp)

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